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Flutopfer freuen sichüber insgesamt 65 Häuser / Fürst Alexander wird Schirmherr von "Interhelp"

Sechs Häuser von "Bückeburg hilft!" übergeben

Bückeburg/Paraliya. Dieser Tage hat eine Delegation aus dem Weserbergland in Paraliya auf Sri Lanka sechs Flutopfer-Häuser übergeben, die mit Spenden aus Bückeburg gebaut worden sind. Bis zum heutigen Tag haben die Aktionen "Hameln-Pyrmont hilft!" und "Bückeburg hilft!" - getragen von der Deutschen Gesellschaft für internationale Hilfe und unserer Zeitungsgruppe - 65 Häuser auf Sri Lanka und - gemeinsam mitseinem Partner "SOS Kinderdorf Indien" - 30 weitere Häuser in Südindien fertiggestellt.

Übergibt auf Sri Lanka ein Flutopfer-Haus der Aktion "Bückeburg

Ab sofort ist Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe auch Schirmherr des Trägervereins der Deutschen Gesellschaft für internationale Hilfe (Interhelp Hameln-Pyrmont). Der in Hameln gegründete gemeinnützige und mildtätige Verein engagiert sich weltweit für Opfer von Naturkatastrophen. Er ist die erste ausländische Organisation, die nach dem Tsunami in Südasien mit behördlicher Genehmigung den Wiederaufbau auf Sri Lanka gestartet hat. Nach Angaben des Vorsitzenden Ulrich Behmann, mit dem der Fürst bereits seit vielen Jahren im humanitären Bereich - insbesondere in Bulgarien - zusammenarbeitet, wird Interhelp in diesem Jahr sein humanitäres Engagement auf der Tropeninsel fortsetzen: Im Auftrag des Niedersächsischen Umweltministeriums werde Interhelp am "Balapitiya Base Hospital" ein Landesprojekt (Bau einer Klinikmüll-Verbrennungsanlage) umsetzen. Zudem werden ein christliches Waisenhaus in Kotagala und eine von buddhistischen Mönchen geleitete Schule in Telwatta unterstützt. Während einer Veranstaltung, auf der sich die Landtagsabgeordneten Volker Brockmann und Hans Peter Thul informierten, wurde erstmals die "Philipp-Ernst Fürst zu Schaumburg-Lippe-Gedenkmedaille" verliehen. Sie ist das offizielle Ehrenzeichen der Interhelp. Schirmherr Fürst Alexander und der Interhelp-Vorsitzende verliehen die Auszeichnung an den Lehrrettungsassistenten Reinhold Klostermann aus Hameln. Der Unternehmer hatte Anfang 2005 mehrere Wochen auf Sri Lanka das "Hameln Hospital" geleitet. In dem Feldlazarett sind kurz nach der Tsunami-Katastrophe mehr als 18 500 Patienten behandelt worden. Fürst Alexander kündigte an, er wolle sich neben seiner neuen Aufgabe auch weiterhin für die Aktion "Kinder in Not" unserer Zeitung und des DRK-Kreisverbands Hameln-Pyrmont stark machen: "Ich lebe eine aktive Schirmherrschaft, werde mich für beide Organisationen engagieren." Ministerpräsident Christian Wulff bedankte sich in einem dreiseitigen Brief bei Interhelp - und damit auch bei den Spendern von "Bückeburg hilft" - für die geleistete Arbeit: "Sie haben gezeigt, dass internationale Kontakte nicht nur Regierungssache sind, sondern ein Netz darstellen, das gerade in Notzeiten tragfähig ist." Von Sri Lankas Staatspräsident Mahinda Rajapaksha und Minister Amarasiri Dodangoda hatte Vorsitzender Ulrich Behmann - stellvertretend für alle Helfer und Spender - im Januar bereits zwei Preise für "vorbildliche humanitäre Hilfe" entgegen genommen. Ulrich Behmann bedankte sich "von ganzem Herzen" bei den Spendern, nannte sie die "stillen Helden des Alltags" - denn: "Ohne diese herzensguten Menschen hätten wir den von der Katastrophe heimgesuchten Menschen nicht helfen können." Die Geber und Gönner hätten den Opfern der Flut eine Zukunftsperspektive gegeben und Hoffnung geschenkt. Auch in Zukunft wollen die Interhelp-Mitglieder weltweit Hilfe bei Katastrophen leisten. Ulrich Behmann rief deshalb zu Spenden auf. Sonderkonto-Nr. 20313 (BLZ 254 501 10), Sparkasse Weserbergland. Infos unter www.interhelp.dewezet.de

Schirmherr Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe (r.) und Interhel
  • Schirmherr Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe (r.) und Interhelp-Vorsitzender Ulrich Behmann (l.) zeichnen Reinhold Klostermann mit der "Philipp-Ernst Fürst zu Schaumburg-Lippe-Gedenkmedaille" aus.
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