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JU Rinteln kritisiert Abschaltung der Straßenbeleuchtung in den Außenbereichen der Kernstadt

Schwarze Straßen - Einladung für Einbrecher

Rinteln (rd). "Ich geh' durch die Nacht und halt' die Wacht..." - dass dieser alte Nachtwächter-Spruch in Rinteln demnächst wieder zu hören sein könnte, befürchtet der Stadtverband Rinteln der Jungen Union (JU): In einer Pressemitteilung kritisiert die JU die Entscheidung, in den Außenbereichen der Kernstadt nachts die Straßenbeleuchtung auszuschalten.

"Wer nach null Uhr in der Kernstadt noch den Heimweg antreten will, mit dem Fahrrad oder auch zu Fuß, braucht mittlerweile Unterstützung, die ihm heimleuchtet - ob nun in Form des mittelalterlichen Nachtwächters oder eben mittels einer starken Taschenlampe, so Daniel Jäger von der JU. Gerade in der Rintelner Nordstadt, wo im Bereich der Baustelle Mindener Straße schon tagsüber die Fahrt zum Abenteuer werde, sei die Problematik nachts umso größer. Haufen von Bauschutt, Sand, Absperrungen für Pkw - das seien Schikanen, die im Schein einer Fahrradlampe nicht eben einfach zu nehmen seien. Unabhängig von den Einschränkungen im Verkehr sowie der damit verbundenen höheren Unfallgefahr sei die Frage der häuslichen Sicherheit entscheidend. "Wohnhäuser in komplett schwarzen Straßenzügen sind doch eine Einladung für ungebetene Gäste, die Haustürlampe allein schafft da auch keine Abhilfe", erklärt der Vorsitzende des JU-Stadtverbandes Konstantin Wagner. Die sinnvolle Idee, durch weniger Stromverbrauch Umwelt und Kassen zu schonen, sei aller Ehren wert, schreibt die JU - kritisiert aber zugleich, die Einschränkungen stünden in keinem Verhältnis zum Nutzen. "Unter der Woche mag die Maßnahme ja noch verständlich sein. Aber gerade an Wochenenden, wo die meisten jungen Leute länger unterwegs sind, ist die Verdunklung einfach nicht nachzuvollziehen", so Jäger weiter. Außerdem sollten zunächst andere, sinnvollere Wege zum sparsamen Umgang mit öffentlichen Mitteln eingeschlagen werden. Nach Ansicht der JU ist "völlig unverständlich", wie ein Projekt wie der neue Weserradweg "mit 300 000 Euro zu Buche schlagen kann und man dann am Licht spart", so Wagner weiter.

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