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Ab heute neues Passgesetz / E-Pässe der zweiten Generation mit Chip / Extra-Ausgabe für Vielreisende

Schwarze Finger ade: Abdrücke vom Scanner

Stadthagen (wil). Wer ab heute einen neuen Reisepass beantragen will, muss sich dafür nicht mehr die Finger schmutzig machen. Für das neue Passgesetz, das heute in Kraft tritt, benötigt das Amt für Ordnung und Bürgerdienste der Stadt Stadthagen zwar zwei "Abdrücke", diese werden jedoch gescannt.

Die Scanner erzeugen eine Dreier-Serie von Abdrücken pro Finger.

Im optimalen Fall wird zunächst der rechte, dann der linke Zeigefinger von den neuen Scannern des Amtes erfasst. Beide Abdrücke werden dann ebenso wie das Foto auf einem Chip gespeichert, mit dem die so genannten E-Pässe der zweiten Generation ausgestattet sind. Die Daten werden laut Amt gelöscht, sobald der Kunde mit seiner Unterschrift den Empfang des Reisepasses bestätigt hat. Das neue Gesetz soll dafür sorgen, dass Reisedokumente fälschungssicherer werden und die Arbeit der Zoll- und Polizeibehörden erleichtern. Alle aktuellen Pässe bleiben bis zum Ende ihrer regulären Laufzeit gültig. Auch Pässe, die bereits einen Chip mit Foto tragen, müssen neu beantragt werden. Neu ist auch, dass ein bisher im Pass möglicher Künstlername nun nicht mehr übernommen werden kann. Vielreisende können ihren Reisepass gegen einen Aufpreis von 32 auf 48 Seiten aufstocken lassen. Die Preise haben sich laut Edwin Schmidt, Leiter des Amtes für Ordnung und Bürgerdienste nicht geändert. Die extra angeschafften Fingerabdruck-Scanner haben in Stadthagen bereits eine knapp einmonatige Testphase hinter sich, die laut Amt erfolgreich verlaufen ist. Lesegeräte, in denen die Bürger ihre Daten abfragen können, stehen ab sofort in der Stadtverwaltung zur Verfügung. Ab Ende Januar, Anfang Februar wird es auch ein Fingerabdrucklesegerät geben. Für weitere Fragen stehen die Mitarbeiter des Amtes den Bürgern zur Verfügung.

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