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Schulsporthalle: In den Ferien wird noch geschuftet

BAD MÜNDER. Zum Kleben von Folie darf es nicht zu nass sein, zum Anrühren von Mörtel nicht zu kalt. Das Wetter spielt bei großen Baustellen eine große Rolle – auch bei dem Neubau der Grundschulsporthalle am Laurentiusweg, der durch die frostigen Tage und Wochen wohl erst zum Ende der Sommerferien fertig wird.

Es geht voran: Daniela Heidrich (v.l.), Hans Goldkamp, Joachim Riemer und Christoph Schieb beim Ortstermin in der neuen Sporthalle. Foto: Dittrich
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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

„Wir hatten seit November über sechs Wochen Frost“, erklärt Projektleiter Hans Goldkamp von der Kreissiedlungsgesellschaft in Hameln. „Dadurch hat sich vieles verschoben.“ Der Zeitplan sei natürlich unter Vorbehalt der Witterungsbedingungen erstellt worden. Deswegen kann der erste Termin – eine fertige Halle schon zu Ferienbeginn – nicht ganz eingehalten werden. „Es war ein ständiges auf und ab beim Wetter“, sagt Daniela Heidrich, Architektin bei der Stadt Bad Münder, mit einem Blick zurück.

Der zweite mündersche Architekt auf der Baustelle, Joachim Riemer, hat zusammen mit den vielen beteiligten Handwerkern nun kräftig Gas gegeben. Das Dach ist dicht, die Fußbodenheizung läuft bereits, Rohre und Kabel sind allesamt verlegt. „Der Rohbau ist fertig“, erklärt Goldkamp.

Dennoch ist bei einem Blick von der Empore gut zu sehen, woran es im Gebäude noch fehlt: An vielen Stellen hängen noch Kabel aus der Wand, in den Duschräumen fehlen noch die Fliesen. „Der Fliesenleger kommt übernächste Woche“, berichtet Riemer. Ansonsten wird an vielen Stellen gewerkelt und geschraubt – am Donnerstag wurden die Hülsen angelegt, in die später Reckstangen und andere Sportgeräte im Boden verankert werden können.

Alles läuft derzeit auf eine Punktlandung zum Schulbeginn hinaus. „Der Umzug läuft parallel“, erklärt Goldkamp. Sobald der Fußboden in den Geräteräumen liege, könne man die Sportgeräte unterbringen. Währenddessen kann in den Umkleiden und den anderen Räumen noch weitergearbeitet werden – die übrigens allesamt barrierefrei sein werden, mit einer Ausnahme: Die Empore ist nur über eine Treppe erreichbar.

Die war in den ersten Entwürfen übrigens gar nicht vorgesehen, erklärt Heidrich – auch aus Kostengründen. Letztlich habe man sich aber trotzdem dafür entschieden. „Damit die Eltern, die ihre Kinder abholen wollen, nicht direkt in die Halle laufen müssen, damit wir die Räumlichkeiten besser abschließen können.“ Die Eltern könnten nun auf der Empore am Geländer oder im Erdgeschoss vor einem großen Fenster warten und dem Nachwuchs beim Sport zugucken – ohne beim Training zu stören. Eine Tribüne wäre übrigens noch teurer gewesen, verrät Goldkamp.

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