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WGA-Hauptversammlung:Ärger über fehlende Straßenlampen in Schoholtensen / Held steht weiter an der Spitze

"Schulkinder und Senioren sind hier nicht mehr sicher"

Auetal (rnk). In Rolfshagen steht die Dorferneuerung in den Startlöchern, in Rannenberg kurz vor der Vollendung, in Rehren wird auf die in Auftrag gegebene Entwicklungsstudie gewartet: Wirklich dringende Themen stehen zurzeit nicht auf der Auetaler Politik-Agenda. Daher konnten sich die Mitglieder der Wählergemeinschaft Auetal bei ihrer Hauptversammlung auch Themen widmen, die normalerweise nicht die Schlagzeilen bestimmen.

Etwa die Beleuchtung in Schoholtensen. Zwischen dem Feuerwehrhaus und dem Hof von Grupe gibt es keine Straßenlaternen, und das ärgert nicht nur, aber vor allem Ortsvorsteher Wilhelm Riebe jun. Seit 15 Jahren, so meinte er, warte man auf weitere Laternen, jetzt werde er einen neuen Brief an die Gemeinde aufsetzen, damit die Beleuchtungskörper zumindest wieder in der Prioritätenliste auftauchen. Riebe verwies darauf, dass durch die Autobahnumgehung der Verkehr in Schoholtensen deutlich und spürbar zugenommen habe, Schulkinder und ältere Mitbürger seien an dieser Straße keineswegs mehr sicher. Und geschätzte 1000 Euro pro Straßenlampe seien doch nicht wirklich viel Geld: "Hier geht es um Menschenleben." Zufrieden ist die WGA mit ihrer Internetpräsenz. Zwar liegt die durchschnittliche Zahl der Seitenaufrufe pro Tag bei überschaubaren 18, doch bei Themen, die in der Zeitung aufgegriffen werden, steigt die Zahl schnell in den höheren dreistelligen Bereich. "Wir werden das Medium künftig stärker nutzen", betonte Vorsitzender Siegbert Held, der auch deutlich Stellung zu dem gewünschten Geschäft zwischen Buchholz und Rolfshagen nahm. Im Forum hätten sich drei Besucher für das Geschäft und fünf dagegen ausgesprochen - "sicherlich war dies keine repräsentative Zahl." Den Stadt der Dinge in Sachen Laden beschrieb Held so: Erst müsse der Landkreis den Flächennutzungsplan ändern, dann die Gemeinde den Bebauungsplan, dann ein Investor gefunden werden. Zumindest die politischen Voraussetzungen sollten geschaffen werden, so Held, "danach sind uns die Hände gebunden". Finde sich dann kein Investor, müsse man dies "zähneknirschend" zur Kenntnis nehmen. Zur Kenntnis genommen, so Held weiter, habe die WGA auch die Meinung der Eltern und der Lehrer an der Grundschule Rehren. Es mache keinen Sinn, gegen das Konzept das Schulvorstandes vorzugehen: "Wir haben das Ganztagsangebot gewollt, wir müssen jetzt auch mal einen Kompromiss machen." Dieser sehe vor, dass die Gemeinde das Geld für den Umbau der wenig genutzten Pausenhalle übernehme und die Eltern sich bei Pflaster- und Malerarbeiten so stark beteiligen, dass sie 20 Prozent der Kosten sparen. 30 000 Euro würden der Schule vom Etat abgezogen, aber das könne sie verkraften, weil in den letzten Jahren durch Energiesparmaßnahmen viel Geld gespart werden konnte, das zu 75 Prozent für andere Anschaffungen genutzt werden konnte. Da sich die Gemeinde im letzten Jahrüber erhöhte Einnahmen bei der Gewerbesteuer und den Schlüsselzuweisungen freuen konnte, kann in diesem Jahr sorgenlos investiert werden: Rehrener Straße/Schulstraße, die Sanierung der Dorfgemeinschaftshäuser Bernsen und Borstel sowie der Hochwasserschutz stehen an. Die Hoffnung der WGA für die nächsten Jahre: eine freie kontinuierliche Spitze im Haushalt. Nach 50 Minuten war die Versammlung beendet, inklusive Wahlen: Siegbert Held wird der WGA weiter vorsitzen, der gesamte Vorstand wurde einstimmig bestätigt.

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