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Publikumsmagnet: Mehr als 1000 Besucher beim Weihnachtsmarkt der Jägerschaft Schaumburg am Forsthaus Halt

Schmiedende Kinder und ein zahmes Wildschwein

Wendthagen (mw). Auch in diesem Jahr hat sich der von der Jägerschaft Schaumburg ausgerichtete Weihnachtsbasar als Publikumsmagnet erwiesen. Angelockt von Verkaufsständen, tierischen Attraktionen und deftigen Leckereien sind am Sonntag mehr als 1000 Besucher zum nahe Wendthagen gelegenen Forsthaus Halt geströmt.

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"Es ist mal etwas anderes als dieüblichen Weihnachtsmärkte", zeigte sich der Lindhorster Familienvater André Treichel begeistert. Die Veranstaltung sei "wirklich gut gemacht", bestätigte dessen Ehefrau Susanne Treichel. Bei deren beiden Kinder standen dabei die handzahmen Wildtiere, die sie am Forsthaus Halt aus nächster Nähe bestaunen konnten, hoch im Kurs - allen voran das erst fünf Monate alte Wildschwein "Urian" des Jägers Immo Ortlepp aus Wedemark. "Toll", kommentierte Dominik Treichel (10) seinen Nahkontakt mit dem Frischling. "Das ist ein richtig komisches Gefühl, wenn man das streichelt." Das Fell sei borstig, aber "hinter den Ohren weich und warm". Die Vögel des Falkners Michael Nickel - ein Uhu, ein Wanderfalke und ein Waldkauz - hatten es Dominik ebenfalls angetan. "Die sind schön", stellte er fest. Und aus so großer Nähe habe er Eulen und Greifvögel noch nie gesehen. Dies war sicherlich auch der Grund, warum auch viele andere Besucher am Stand des Fuhrberger Falkners verweilten. "Der Zuspruch ist sehr gut", freute sich dieser über das Interesse. Zudem sei es faszinierend, was die Kinder und Erwachsenen alles wissen möchten. Schmunzelnmusste er bei einem kleinen Mädchen: "Sind die elektrisch?", hatte es verwundert gefragt, nachdem einer der mit einer - offensichtlich an ein Kabel erinnernden - Schnur festgebundenen Vögel den Kopf um 180 Grad gedreht hatte. "Tierisch" heiß ging es dagegen in der Feldschmiede des Stadthägers Heinz-Jürgen Brandt zu. Gemeinsam mit dem Schmied Berthold Kas prik aus Helpsen führte er Kinder in die Schmiedekunst ein. "Man nimmt einfach eine Eisenstange und hält sie ins Feuer", erklärte der aus Reinsen stammende kleine Alexander von Triller. "Wenn sie vorne richtig glüht, nimmt man sie raus, und dann klopft man da vorne ganz dolle drauf, dass es eine Spitze ergibt." Zu den Höhepunkten für die jüngsten Besucher zählten außerdem die beiden Besuche des Weihnachtsmannes, der einen Engel und einen echten Esel im Schlepptau hatte. Der Weihnachtsmann sei ohne Schlitten gekommen, "weil die Jäger da sind", vermutete Julia Vogel (3) aus Hessisch Oldendorf. Und weil kein Schnee liege, schob sie nach. Weitere Programmpunkte waren unter anderem Vorführungen im Schnitzen mit der Motorsäge und musikalische Einlagen der Jagdhornbläser. Stände mit Bastelarbeiten, Honigprodukten und Tannenbäumen luden zum Kaufen ein. Stärken konnten sich die Besucher mit Wildbratwurst und -gulasch, Erbsensuppe sowie Kuchen.

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