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Zeugen schildern: Deutschrussen gegen britische Schüler / Polizei ermittelt gegen Unbekannt

Schlägerei im Weserangerbad - Lehrer verletzt

Rinteln (ur). Ob es nun an der Hitze, an gesteigertem Fußballwahn oder ganz allgemein an pubertären Aufwallungen lag, ist derzeit noch nicht bekannt. Fest steht nur, dass es zunächst nur eine verbale Auseinandersetzung war, die am Montagnachmittag im Weserangerbad zwischen Schülern der britischen Prince Rupert School und Jugendlichen ost- und südosteuropäischer Herkunft ablief.

Es blieb allerdings nicht bei Worten: Aus der einen Gruppe schlugen plötzlich einige Jugendliche massiv auf die Prince Rupert-Schüler ein. Als daraufhin ein Lehrer versuchte, dazwischenzutreten und die Situation zu beruhigen, wurde er durch Fausthiebe so massiv am Jochbein getroffen, dass er eine Platzwunde erlitt. Inzwischen hatte sich eine größere Ansammlung Schaulustiger um das Kampffeld gebildet. Als daraufhin die Polizei erschien, entflohen die mutmaßlichen Haupttäter über den Zaun in Richtung Kanuclub. Bei diesen soll es sich nach Zeugenangaben um Russlanddeutsche gehandelt haben, was die Polizei allerdings nicht mit Sicherheit bestätigen konnte. Erfasst wurden die Personalien der verbliebenen Jugendlichen, ohne dass es bislang möglich war, ihnen eine konkrete Beteiligung an der gewalttätigen Aktion zuzuordnen. Angesichts der gemeinschaftlichen Körperverletzung an dem britischen Lehrer erstattete die Polizei von Amts wegen Strafanzeige, die sich zunächst gegen Unbekannt richtet. In den nächsten Tagen werden die Ordnungskräfte ein verschärftes Auge auf eine mögliche Wiederholung solcher Aktivitäten im Freibad haben - schon, damit friedfertige Besucher am Weseranger erkennen, dass man solche Vorkommnisse nicht durchgehen lässt.

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