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Ärzteprotest gegen "Sparwahn"

Schaumburgs Praxen eine Woche lang zu

Landkreis (rc). Patienten der niedergelassenen SchaumburgerÄrzte müssen sich ab kommenden Freitag darauf einstellen, erneut vor verschlossenen Praxistüren zu stehen. Freitag wollen die Ärzte zunächst geschlossen zu einer bundesweiten Protestkundgebung nach Berlin fahren. Die darauf folgende Woche, 27. bis 31. März, sollen die Praxen komplett geschlossen bleiben. "Natürlich werden wir Notdienste einrichten", betonte ein Sprecher der Schaumburger Ärzteschaft gegenüber unserer Zeitung.

DieÄrzteschaft sehe es als ihre Pflicht an, die Bevölkerung über die drohende Mangelversorgung im deutschen Gesundheitswesen für gesetzlich krankenversicherte Patienten zu informieren. Durch den "Sparwahn" in der Mehrzahl nicht gesetzlich krankenversicherter und gesundheitspolitisch versierter Poltiker sei eine nachhaltige Verschlechterung der medizinischen Versorgung in Deutschland zu befürchten. "Wir wollen den Patienten zeigen, wie es ist, wenn immer mehr niedergelasseneÄrzte ihre Praxen schließen müssen", so die Ärzte. Mit der Schließung der Praxen wollen sich die Ärzte des ambulanten Bereichs außerdem mit den "berechtigten Forderungen unserer häufig unter skandalösen Umständen in Kliniken tätigen Kollegen solidarisieren". Unterstützt wird der Protest durch eine Anzeigenkampagne, die in der kommenden Woche starten wird. Außerdem ist für kommende Woche zu einer Pressekonferenz geladen, auf der Schaumburgs Ärzte detailliert Stellung zu ihren Sorgen und Nöten ziehen wollen.

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