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Neuer Chef für den Schachverein Bückeburg

Schach-Nachwuchs soll "die Herrenärgern"

Bückeburg (mig). Die Rückschau auf das gelungene Vereins-Jubiläum im vergangenen Jahr und ein Amtswechsel im Vorstand haben den Schachverein Bückeburg bei seiner jüngsten Hauptversammlung beschäftigt. Der bisherige erste Vorsitzende Thomas Orlofski stellte sich nicht zur Wiederwahl und wurde von Wolfgang Schubert abgelöst.

Der neue Schriftführer Robert Schipper, der frühere Vorsitzende

Über die Aktivitäten im vergangenen Jahr berichtete Orlofski zu Beginn der Versammlung. Im Blickpunkt dabei: das große Turnier im Rathaussaal zur Feier des 60. Jubiläums. "Es war ein perfektes Turnier, wir haben für die Organisation von allen Seiten Lob bekommen", sagte Orlofski und bedankte sich noch mal bei den zahlreichen Sponsoren. Einen weiteren Grund zur Freude sieht der scheidende Vorsitzende in der Verpflichtung eines früheren Bundesligaspielers für das Training: "Das hat die Beitragserhöhung gerechtfer- tigt." Auch sportlich steht der Verein gut da: "Zwei Jugendmannschaften sind in ihrer Klasse Erste geworden und spielen jetzt im Landesfinale", betonte Orlofski. Von den Erfolgen der Jugendmannschaften berichtete auch Spielleiter Wolfgang Blum, Jugendwart Carsten Konczak bemerkte: "Das Training hat sich rentiert." Um noch mehr Spielpraxis zu gewinnen, forderte Konczak die Jugendlichen auf, auch außerhalb der Jugendklassen zu spielen, die "Herren zu ärgern". Anschließend wurde gewählt. Weil Thomas Orlofski aus dem Amt schied, wurde Wolfgang Schubert einstimmig zum Nachfolger bestimmt. "Er hat eine hervorragende Arbeit geleistet und übergibt den Verein in bester Ordnung", lobte Schubert seinen Vorgänger. Dem Vorstand bleibt Orlofski aber erhalten: Er übernimmt das Amt des Pressewarts. Ebenfalls ein Wechsel vollzog sich auf dem Posten des Schriftführers. Hier scheidet Heiko Hansen aus dem Amt, zu seinem Nachfolger wurde Robert Schipper bestimmt. Wolfgang Blum wurde als Spielleiter wiedergewählt. "Die Herrenmannschaft sollte höher spielen, auch um Alternative für Jugendliche zu sein, damit die nicht abwan- dern", formulierte Schubert die Ziele - und startete einen Versuchsballon: Damit die Herren-Mannschaft langfristig "ein, zwei Klassen" höher spielen könne, sei ein Spitzenspieler der Oberliga möglicherweise bereit, nach Bückeburg zu wechseln. "Ohne Hilfe von außen wird es nicht gehen", so Schubert, "bezahlt würde er aber nicht." In der Diskussion zeigte sich, dass nicht alle Mitglieder dem Vorschlag positiv gegenüberstehen. Von einer "künstlichen Aufwertung", "fahrenden Wandersleuten" und dem "Verlust der Identität" war da die Rede. Tenor: "Daran sind schon Vereine zugrunde gegangen, die eigene Keimzelle spielte dann auf Brett sieben."

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