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Dorf-Streit um Falschparker hat Behördennachspiel: Landkreis verschickt Verwarngeldbescheide über 25 Euro

„Schaafstall“-Besucher bekommen ein Knöllchen

Egestorf (mf/jhr). Ihren Konzertbesuch Ende Mai werden mehr als zwei Dutzend Besucher des Egestorfer „Schaafstalls“ so schnell nicht vergessen. Als unschöne Erinnerung flatterte ihnen jetzt ein Verwarngeldbescheid des Landkreises ins Haus.

Streitthema: Gehwegparker vor dem Egestorfer „Schaafstall&

Wegen Parkens auf dem Gehweg sollen sie eine Strafe in Höhe von jeweils 25 Euro zahlen. Der Egestorfer Parkstreit hatte vor gut drei Wochen die Wogen hoch schlagen lassen. Weil die Straße vor dem Haus von Kunstmäzen Ernst-Jürgen Kirchertz nicht besonders breit ist, stellten mehrere Besucher ihre Autos mit zwei Rädern auf dem Bürgersteig ab. Vize-Ortsbürgermeister Hans Müller rief daraufhin die Polizei – nicht zum ersten Mal. Die Beamten notierten die Kennzeichen der Falschparker und übergaben die Liste zunächst an die Stadtverwaltung, später dann an die Bußgeldstelle des Landkreises.

„Wegen der Brisanz des Falles wollten wir uns erst bei der Stadt rückversichern, ob es eine Ausnahmeregelung für die Veranstaltung gab, von der wir keine Kenntnis hatten“, erklärt Jürgen Kanngießer, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes bei der Polizei Bad Münder. Dies sei aber nicht der Fall gewesen. „Wir haben den Vorgang deshalb pflichtgemäß an den Landkreis als zuständige Ahndungsbehörde abgegeben.“ Nur wenn Mitarbeiter des münderschen Ordnungsamtes damals selbst in Egestorf tätig geworden wären, hätte es im Ermessen der Stadt gestanden, ob sie die Verstöße verfolgt oder nicht..

„Formaljuristisch ist dagegen nichts zu sagen“, kommentiert Konzert-Mitveranstalter Thomas Heiming die Entwicklung. Andererseits sei am Tag der Veranstaltung niemand durch die Falschparker beeinträchtigt oder behindert worden. Fußgänger hätten den Gehweg ohne Probleme nutzen können. „Es war der gut gemeinte Versuch der Konzertbesucher, im Sinne der anderen Verkehrsteilnehmer zu handeln, also möglichst platzsparend zu parken“, erinnert Heiming. Gleichwohl werde die GeTour bei künftigen Veranstaltungen dafür Sorge tragen, dass niemand mehr falsch parke.

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