weather-image
27°
Nur vier Undichtigkeiten im Vorjahr / Sechs Wochen zu Fuß durch Rinteln unterwegs

Satelliten helfen bei Suche nach Gaslecks

Rinteln (who). Roy Nitsche als Mitarbeiter der Wasser-Gas-Service GmbH aus Magdeburg ist zurzeit im Stadtgebiet Rinteln unterwegs, um mit einer elektronischen Spürnase mögliche Lecks im Gasnetz aufzufinden. Die Stadtwerke lassen in diesem Jahr insgesamt 95 Kilometer Hauptleitungen und 43 Kilometer Hausanschlüsse überprüfen.

Roy Nitsche von der Wasser-Gas-Service GmbH in Magdeburg spürt i

"Es ist das ersten Mal, dass wir die jährliche Gasrohrnetzüberprüfung ohne einen Lotsen durchführen", erklärte Reinhold Kölling, Leiter der Gas- und Wasserabteilung der Rintelner Stadtwerke. Die regelmäßigen Nachsuchen sollen für größtmögliche Sicherheit sorgen. Deshalb werden die Gasleitungsstrecken der Kernstadt jedes Jahr komplett überprüft und die der Ortsteile im Wechsel. Als Erfolg der genauen Überprüfungen sei zu werten, "dass wir im Vorjahr lediglich vier Undichtigkeiten zu verzeichnen und zu reparieren hatten". Roy Nitsche kennt Rinteln und seine Ortsteile bereits aus früheren Einsätzen bei der Lecksuche. Neu ist für ihn, "dass ich zum ersten Mal ohne einen ortskundigen Mitarbeiter der Stadtwerke als Lotsen unterwegs bin, der mit der Streckenführung der Leitungen vertraut ist". Dafür hat er dieses Mal einen elektronischen "Kollegen" dabei, der ihm auf einem transportablen Display seine genaue Position und den Verlauf der unterirdischen Gasleitungen anzeigt. Es ist ein GPS-Gerät ("Global Positioning Systems"), das seine Informationen über Satelliten hoch im Weltraum bezieht. Sollte Roy Nitsche eine undichte Stelle finden, kann er sie auf diese Weise punktgenau definieren und die Daten an die Stadtwerke Rinteln weiter melden, die daraufhin das Leck schließen. Für sein erstes Arbeitsfeld, Möllenbeck, konnte Roy Nitsche bereits ein "Fehlerfrei" melden. In den kommenden Wochen bis Pfingsten folgen noch die Kernstadt, Uchtdorf und Exten, kündigt Kölling an, verbunden mit dem Hinweis, "dass er im Zuge seiner Überprüfungen freien Zutritt zu den Grundstücken hat, wofür wir Hausbesitzer und Grundstückseigner um Verständnis bitten".

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare