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Kleine Schritte bergab / Baugebiete keine Zugpferde mehr / Geburtenrateübersteigt Anzahl der Sterbefälle nur knapp

Samtgemeinde Nienstädt im Schrumpfungsprozess

Samtgemeinde Nienstädt (mw). In der Samtgemeinde Nienstädt nimmt die Zahl der Einwohner ab. Verantwortlich für diese Entwicklung sind nach Ansicht von Verwaltungschef Rolf Harmening fehlende Arbeitsplätze, zudem hätten Neubaugebiete ihre Funktion als Zugpferd zur Gewinnung von Neubürgern verloren. Markierte das Jahr 2005 noch den Höchststand mit 10 750 Einwohnern, geht es seitdem "in kleinen Schritten bergab", so Harmening.

Der jüngsten Statistik nach waren am Stichtag 30. Juni 2007 nur noch 10 680 Personen gemeldet. Im Mai sollen die Zahlen vorliegen, die zum Ende vergangenen Jahres ermittelt wurden. Gemessen an der Historie der Samtgemeinde steht diese aber noch recht gut da: 9176 Einwohner gehörten der Samtgemeinde bei deren Gründung am 1. März 1974 an, weiß Harmening. Von da an habe deren Bevölkerungszahl abgenommen und im Jahr 1980 den bisherigen Tiefststand mit rund 8900 Personen erreicht. Anschließend sei die Einwohnerzahl bis zum Jahr 2005 wieder "kontinuierlich gewachsen". Im vergangenen Jahr haben 84 Sterbefällen immerhin 89 Geburten gegenüber gestanden - "das ist im Schnitt ausgeglichen", sagt Harmening. "Daraus folgt: die Zahl der Fortzüge ist höher als die Zahl der Zuzüge", anders könne man den aktuellen Bevölkerungsrückgang nicht erklären. Ursachen für diese Entwicklung sieht der Verwaltungschef vor allem in der derzeit herrschenden Arbeitsplatzsituation. So gebe es nicht nur in der Samtgemeinde, sondern auch im Umland, zu wenig produzierendes Gewerbe. Und: Infrastrukturelle Angebote wie Schulen seien zwar "wunderbar", aber deswegen zögen keine Menschen in die Samtgemeinde.

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