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Verein für Städtepartnerschaften und Vikilu-Schüler treffen sich in Hamelns Partnerstadt

Rundreise durch den Süden von Polen

Hameln. Seit 15 Jahren gibt es den Austausch zwischen dem Viktoria-Luise-Gymnasium in Hameln und dem Nikolaus-Kopernikus-Lyzeum in Kalwaria Zebrzydowska bei Krakau. Alle zwei Jahre erhält die Schule im Juni Besuch aus Polen, so auch 2015. Jetzt stand der Gegenbesuch in Polen an, den auch der neue Schulleiter des Vikilu, Dr. Glaubitz, zeitweise begleitete. Gleich vier Weltkulturerbestätten gibt es in der Region um Krakau, sozusagen ein „pädagogischer Glücksfall“ – neben dem Wallfahrtskloster in Kalwaria die Krakauer Altstadt, das Salzbergwerk in Wieliczka und das Konzentrationslager in Auschwitz.

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Marie und Pauline Heil, zwei Oberstufenschülerinnen berichten: „Um das Verhältnis zwischen Polen und Deutschland war es in der Vergangenheit nicht immer gut bestellt. Doch bei uns Schülern und den beiden Lehrern war die Vorfreude deutlich spürbar. Wir genossen ein wunderschönes Panorama und frisch hergestellten Ziegenkäse beim Wandern in der Hohen Tatra. Eine ausführliche Stadtführung in Krakau, ein Besuch im Kloster Kalwaria, der uns die Präsenz der katholischen Kirche in Polen verdeutlichte. Der Besuch im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau brachte die Gruppe an ihre emotionalen Grenzen. Kein Geschichtsbuch oder Bericht kann einen auf das vorbereiten, was man dort sieht, erfährt und fühlt.“

Von Tag zu Tag wurde der deutsch-polnische Zusammenhalt größer und so war es nicht verwunderlich, als bei den Worten „do widzenia“ („Auf Wiedersehen“) die eine oder andere Träne floss.“

Zeitgleich besuchten Mitglieder des Hamelner Vereins für Städtepartnerschaften und internationale Beziehungen Polen und besuchten ebenfalls Kalwaria Zebrzydowska. Vielleicht geht es dem einen oder anderen Hamelner so wie Sigrun Kämmerer. Sie glaubte, die Städtepartner begegneten sich auf Verwaltungsebene. Deshalb war sie überrascht, als sie in der Dewezet einen Hinweis las, dass interessierte Bürger eingeladen seien, an der Partnerschaftsreise nach Kalwaria Zebrzydowska teilzunehmen. 44 Personen traten mit dem Bus die Reise an. Gehalten wurde in Breslau, um den von den Nazis zerstörten und rekonstruierten Marktplatz mit rekonstruierten barocken Häusern und dem gotischen Rathaus zu sehen. Breslau mit seiner wechselvollen Geschichte wurde für die Reisenden zum Synonym der Geschichte Polens.

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Weiter ging die Tour nach Krakau. Der ehemals jüdische Stadtteil Kazimierz legt Zeugnis ab von der Not seiner ins Ghetto verschleppten Bürger. Künstler und Musiker treffen sich in den Synagogen und Cafés und entwickeln den Stadtteil zu einem spannenden modernen Treffpunkt. Für einige Tage waren die Hamelner Gäste im Wallfahrtskloster von Kalwaria Zebrzydowska. Dort fand auch der Empfang durch den Bürgermeister der Partnerstadt statt. Dabei trafen die Hamelner auch die Schüler des Viktoria-Luise-Gymnasiums Hameln und ihre Kalwarianer Austauschpartner. „Ein fröhlicher Grillabend mit Kalwarianer Bürgern bot Gelegenheit, sich näher kennenzulernen“, berichtet Sigrid Kämmerer.

Die Besichtigung des Salzbergwerks Wieliczka setzte die Reisegruppe in Erstaunen. In Wadowice, dem Geburtsort von Papst Johannes Paul II., besuchte sie ein Museum ihm zu Ehren. Und wichtig war allen auch der Besuch von Auschwitz. Die Rückfahrt führte nach Schweidnitz/Waldenburg. Zum Abschluss besuchten die Reisenden die Friedenskirche in Schweidnitz. Gedankt wurde Gudrun Weigt für die Vorbereitung der Reise .

Unter den Tuchhallen auf dem Marktplatz von Krakau verbirgt sich ein archäologisches Kleinod, Krakaus „Underground“, ein von der EU und der Unesco mitfinanziertes Ausgrabungsmuseum mit multimedialen Lehrpfaden.pr

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