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Verwaltung schlägt Gründung eines Stadtsportbundes vor / Sitzung am 18. Juli

Runder Tisch für den Sport kommt - aber mit einem Jahr Verspätung

Rinteln (wm). 35 Sportvereine aus Rinteln sind beim Kreissportbund registriert. Am Mittwoch nächster Woche, 18. Juli, 18 Uhr, sollen die Mitglieder des Sportausschusses darüber befinden, welche Vereine am vom Rat beschlossenen "Runden Tisch Sport" sitzen werden.

"Aber nicht zu viele", schränkt SPD-Fraktionsvorsitzender Klaus Wißmann schon im Vorfeld ein, sonst werde es unübersichtlich. Ein Gremium von über 30 Leuten sei bekanntlich kaum mehr in der Lage, zu effektiven Entscheidungen zu kommen. So viel ist klar: Der Kreissportbund wird beteiligt sein, die Verwaltung sowieso, dannMitglieder des Rates, denn der muss schließlich die zu verteilenden Zuschüsse beschließen. Die zu diesem Termin eigentlich geplante Sitzung des Bauausschusses fällt aus. Einen Tag später, am 19. Juli, steht das Thema dann auf der Tagesordnung des Verwaltungsausschusses. WGS-Fraktionschef Heinrich Sasse kann sichüber diesen plötzlichen Termindruck, diese Hektik vor Ferienbeginn nur wundern. Als das Projekt nämlich noch unter dem Arbeitstitel "Sportforum" durch die Ausschüsse gegeistert ist und von der WGS vorgeschlagen worden war, habe die Verwaltung die Umsetzung des Ratsbeschlusses ein Jahr lang ausgesessen. Doch er sei trotzdem froh, "um der Sache willen", dass es nun endlich vorangehe. Die Verwaltung will im Verwaltungsausschuss - war zu hören - über den vom Rat beschlossenen "Runden Tisch" hinaus einen weiteren Organisationsvorschlag machen, nämlich die Gründung eines Stadtsportbundes mit eigenem Vorstand, analog zum Kreissportbund, auch um langfristig bei Sportangelegenheiten einen Ansprechpartner zu haben. Ursula Helmhold, Ratsfrau der Grünen, hat die Verwaltung aufgefordert, zur Sitzung am 18. Juli genaue Zahlen über die Sportvereine in Rinteln vorzulegen und zwar über Anzahl der Mitglieder, differenziert nach männlich, weiblich, Jugendliche oder Erwachsene. Von Interesse sei auch die Höhe der Mitgliedsbeiträge und die Zuschüsse, die die Vereine von den jeweiligen Ortsräten beziehungsweise von der Stadt bekämen. Helmhold erwartet von der Offenlegung dieser Daten noch einen weiteren Effekt: Neben der Politik würden damit auch die Vereine in die Lage versetzt, ihre Stellung im Sportgeschehen besser einzuschätzen und die "zu erwartende Verteilungsdebatte könnte auf einer objektiven Grundlage geführt werden". Ursula Helmhold ließ bei ihrem Schreiben an die Verwaltung durchblicken, dass letztlich Erkenntnisse aus den Daten auch in die Steinanger-Debatte einfließen könnten: "Es geht hier um Ausgaben in sechsstelliger Höhe, da kann man eine Entscheidung nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln." Nach der Sportausschusssitzung wird es wohl erst einmal eine Pause geben. Dass sich der "Runde Tisch" noch vor den Ferien zusammenfindet, ist nicht zu erwarten.

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