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Rintelner Quote bei 9,7 Prozent

Landkreis (jl). Die Arbeitslosigkeit im Schaumburger Land hat im Mai einen großen Sprung nach unten gemacht. Sie ist real um 335 Personen gesunken und bewegt sich mit einer Quote von 9,3 Prozent immer weiter von den Werten des vorigen Jahres weg. Damals lag sie im Mai noch bei 11,4 Prozent.

Wie stark die momentane Bewegung am Arbeitsmarkt ist, wird wohl an einer Zahlenveränderung im gestern von der Hamelner Agentur für Arbeit veröffentlichten Mai-Bericht deutlich: So ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Kreis im vorigen Monat von 3558 auf 3369 gesunken. Erfasst worden von der Bewegung sind auch jüngere Arbeitslose - und das nach den Hamelner Angaben zum ersten Mal deutlich. In Schaumburg ist die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren von 788 auf 715 gesunken. In den beiden Schaumburger Agentur-Bereichen stellt sich der Mai-Markt so dar: Im Bereich Stadthagen ist die Zahl der Arbeitslosen von 5805 auf 5560 gesunken. Die Quote ist von 9,7 auf 9,2 Prozent gesunken. Im Bereich Rinteln hat sie erstmals seit längerem den Sprung unter die Zehn-Prozent-Marke geschafft und zwar von 10,4 zu 9,7 Prozent. Die Arbeitslosenzahl ist von 2047 auf 1957 gesunken. Kreisweit haben sich im Mai 1219 Personen arbeitslos gemeldet, 1569 haben neue Jobs bekommen. 806 offene Stellen meldet die Agentur für Arbeit für den Landkreis 535 davon sind im Mai dazu gekommen. "Wie im Vormonat haben auch im Mai mehr arbeitslose Menschen Arbeit aufgenommen, als sich Beschäftigte arbeitslos melden mussten. Das hat zu einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit geführt. Gründe sind die weiterhin gute Auftragslage in vielen Unternehmen und auch saisonale Effekte. Erfreulich ist, dass die Entwicklung nun auch die Jüngeren unter 25 Jahren erfasst hat. Im Mai waren in dieser Personengruppe 2000 Arbeitslose gemeldet -21,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit ist der niedrigste Mai-Wert seit 2000 erreicht, fasst Ursula Rose, Leiterin der Arbeitsagentur Hameln, die Situation zusammen. "Wir stellen fest, dass Unternehmen zunehmend wieder aufältere und erfahrene Mitarbeiter setzen. Die Zahl der Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind, ist im Vergleich zum Vorjahr zum 10,8 Prozent zurückgegangen, bleibt aber noch hinter der allgemeinen Entwicklung zurück. Ich empfehle den Unternehmen, die Möglichkeiten des Gesetzes zur Verbesserung der Beschäftigungsmöglichkeiten älterer Menschen zu nutzen", betont Rose.

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