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Messias-Oratorium von Händel, Jazz mit Barbara Dennerlein und "Peter und der Wolf"

Rintelner Musiktage mit drei echten Knallern

Rinteln (ur). So unterschiedlich die Veranstaltungen des diesjährigen Programm-Zyklus für die Rintelner Musiktage auch sind - gemeinsam ist allen drei Beiträgen, dass sie bemerkenswerte Gründe für den Besuch in der Nikolaikirche bieten.

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Mit der Auftaktveranstaltung am Sonntag, 16. November, um 17 Uhr setzt Wolfgang Westphal als künstlerischer Leiter auf eine "sichere Bank" bei einem Publikum, das sich der Faszination geistlich-klassischer Musik öffnen will. Zur Aufführung gelangt das Messias-Oratorium von Georg Friedrich Händel, das unter kirchenmusikalischen Veranstaltern als Garant für ein volles Haus gilt. Dieses Werk des Hochbarock kommt geradezu opernhaft daher und spricht in seiner Opulenz auch die an, denen Kirchenmusik oft zu streng ist. Der Jugendchor der evangelischen Singschule und der Schaumburger Oratorienchor haben sich den "Messias" unter Westphal erarbeitet, der dazu das Detmolder Kammerorchester verpflichtet hat. Als solistischer Sopran wirkt dabei Westphals Tochter Ina mit. Aus Wien kommt die Altistin Sandra Firrincieli ebenso wie der Tenor Daniel Johannsen, und zum Ensemble der hannoverschen Staatsoper gehört der Bassist Stefan Zenkl. Für das Konzert der weltweit gefeierten Jazzpianistin Barbara Dennerlein am Freitag, 21. November, um 20 Uhr liegen bereits etliche Kartenwünsche und Anfragen überregionaler Interessenten vor. Die Organistin schaffte ihren Weg in die internationale Spitzenklasse mit ihrer legendären Hammond B 3, wird aber bei ihrem Auftritt in der Nikolaikirche die Gelegenheit wahrnehmen, die technischen Möglichkeiten und die Bandbreite einer hochwertigen Kirchenorgel zu nutzen. Man wird aber wohl davon ausgehen können, dass sie auch an diesem Instrument belegen wird, die eigentliche Wegbereiterin der Orgel im Jazz zu sein. Für ihr Konzert werden keine nummerierten Karten ausgegeben: "Wer zuerst kommt, sucht sich seinen Lieblingsplatz aus!" Als "Konzert für die ganze Familie" gedacht ist am Sonntag, 22. November, das Gastspiel der Hamburger Theater Manufaktur mit "Peter und der Wolf" von Sergej Prokofjew. An der Orgel setzt Christiane Hruski die zauberhaften Hörbilder um und als Sprecher begleitet Hans-Christoph Michel das stimmungsvolle Geschehen. Mit Rücksicht auf das familiäre Publikum beginnt dieser Beitrag bereits um 16 Uhr. Karten für alle Veranstaltungen gibt es ab sofort bei der Schaumburger Zeitung und in der Volksbank an der Klosterstraße, deren Zuschüsse dieses herbstliche Kurz-Festival ermöglichen. Auch Volksbankenstiftung, Landeskirche, Kulturring, Schaumburger Landschaft und Förderkreis sind Sponsoren.

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