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Nur eine Gegenstimme für Chef des SPD-Ortsvereins Bückeburg / Das Ziel heißt 100 Mitglieder

Riesiger Vertrauensbeweis für Brüggemann

Bückeburg (rc). Albert Brüggemann ist der alte und neue Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Bückeburg. Auf der Hauptversammlung wurde er am Donnerstagabend bei einer Gegenstimme in seinem Amt bestätigt. Zu seinen Stellvertretern wählten die 21 von 99 anwesenden Mitgliedern Anka Knechtel und Gerd Lang, Schriftführer bleibt Kar-Heinz Krause, Kassierer Bernd Wolf, der eine ausgeglichene Kasse präsentieren konnte.

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"Wir sind von einem Wahltermin zum anderen gehetzt, mal erfolgreich, mal weniger", bilanzierte Brüggemann 2007. Neben mehreren Vortragsabenden war der Ortsverein mit mehreren Initiativanträgen an die Fraktion erfolgreich. Einigkeit herrschte auch darüber, dass im Zuge von Strukturveränderungen innerhalb der SPD der Bückeburger Ortsverein keine weiteren Ortsvereine aufnehmen werde. Ziel ist es jetzt, die Mitgliederzahl wieder auf 100 zu hieven. "Was gibt es denn als Kopfprämie?" wurde im Zeichen zunehmenden Mitgliederschwunds der Volksparteien in der Versammlung gewitzelt. In einem Referat zur "Stadtentwicklung im Spiegel der aktuellen Entwicklung" bezeichnete Bürgermeister Reiner Brombach die Zukunftschancen Bückeburgs als gut: "Die Stadt ist auf dem richtigen Weg." Dies zeige sich daran, dass Bückeburg entgegen dem demografischen Trend immer noch leichte Einwohnerzuwächse verzeichnen könne. "Die Stadt ist ein attraktiver und idealer Wohnstandort", wies der Bürgermeister auf das kinder-, jugend- und menschenfreundliche Image hin. Krippenplätze würden ausgebaut, es gebe genügend Kindergarten- und Hortplätze, in den Grundschulen genügend Räumlichkeiten und für Senioren die Begegnungsstätte. Nach der Grundschule Am Harrl werde zum Schuljahreswechsel auch die Grundschule Evesen zur Offenen Ganztagsschule ausgebaut. "Wirtschaftsförderung ist derzeit unglaublich schwie- rig", eröffnete der Bürgermeister das Kapitel Arbeitsmarkt. Die Stadt halte knapp 100 000 Quadratmeter attraktive Gewerbefläche vor, korrigierte er Aussagen der CDU, "nur ist die Investitionsfreudigkeit der Unternehmen sehr eingeschränkt." Sorge bereite ihn die Versorgung der Kernstadt, so Brombach weiter. Wenn Aldi auf den Weinberg umsiedle, bleibe nur "Comet" als größerer Verbrauchermarkt übrig. Er sei sicher, dass dieser durchaus sein Geschäft machen könne. Die Kernstadtbewohner müssten aber mit dort kaufen und so für steigende Umsätze sorgen.

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