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Unterschiedliche Sorten, unterschiedliche Verwendung

Rhabarber – ein Gemüse mit heilenden Kräften

Rhabarber – ob als Kompott zum Nachtisch mit Vanillesoße, auf dem Kuchen, als Saft oder als Konfitüre auf dem Frühstücksbrötchen – er schmeckt einigen Menschen einfach gut. Anderen dagegen überhaupt nicht, da sein Geschmack doch sehr speziell ist.

Er wird schon seit der Zeit vor dem 16. Jahrhundert verwendet, als er von seiner Heimat, der Himalayaregion, nach Russland und im Laufe der Jahrhunderte auch in andere Teile Europas gebracht wurde.

Dennis Böttcher mit dem Rhabarber vom Pfalz-Markt.  Foto: pa

Und auch auf dem Hamelner Wochenmarkt kann man ihn noch kaufen – auch wenn man jetzt schon spät dran ist, da die Rhabarbersaison von Mai bis Ende Juni reicht. Aber noch ist es an mehreren Ständen möglich, und zwar nicht nur roh. Denn es wird auch fertige Erdbeer-Rhabarber-Marmelade für 2,50 Euro angeboten.

Eine Besonderheit von Rhabarber ist die meist rote Färbung und, wie Dennis Böttcher, ein Mitarbeiter des Pfalz-Marktes, sagt, dass er „wächst wie Unkraut“. Der Rhabarber wird wegen seiner Zubereitungsweise als Frucht angesehen, gehört aber eigentlich zum Gemüse. Auf dem Wochenmarkt kostet er im Moment zwischen 1,50 Euro und 2 Euro je Kilo. Außer dem Geschmack ist er auch wegen der Tatsache, dass er sehr kalorienarm ist, beliebt. Zudem enthält er sehr viel Vitamin-C und hat einen Wasseranteil von bis zu 94 Gramm pro 100 Gramm.

Rhabarber kann man in verschiedene Sorten aufteilen: Beim gemeinen Rhabarber, der hauptsächlich in der Küche verwendet wird, wäre da einmal der Rhabarber mit rotem Stiel und rotem Fruchtfleisch, der besonders süß ist und auch Erdbeerrhabarber genannt wird. Dann ist da noch der Rhabarber mit rotem Stiel und grünem Fruchtfleisch, der gut zu Kuchen passt, mit einer herben Note.

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Und als Drittes der Rhabarber mit grünem Stiel und grünem Fruchtfleisch, der sauerste von den drei Sorten. Er eignet sich gut für Kompott oder Konfitüren.

Abgesehen vom gemeinen Rhabarber gibt es aber noch viele andere Sorten, die jedoch eher nicht zum Verzehr geeignet sind. Der chinesische Rhabarber wird zum Beispiel als Heilmittel verwendet, in China schon seit rund 4000 Jahren. Und auch heute noch wird er unter anderem als mildes Abführmittel gebraucht.

Vom Hamelner Wochen-

markt berichtet

Patricia Stromitzki

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