weather-image
21°
Schaumburger Landschaft publiziert Buch mit neuen Erkenntnissen / Veranstaltung im April war "völlig überbucht"

Resultate des de Vries-Symposiums sind jetzt zugänglich

Bückeburg (bus). Die Schaumburger Landschaft fasst in ihrer aktuellen Publikation die Ergebnisse eines im April dieses Jahres in Stadthagen und Bückeburg organisierten Symposiums zusammen, dessen zentrale Gestalt Adriaen de Vries bildete. In dem jetzt im Goldenen Saal von Schloss Bückeburg vorgestellten Werk "Neue Beiträge zu Adriaen de Vries" zeigen zwölf Autoren den derzeitigen Stand der Forschung auf. "Mit dem Tagungsband sollen die Symposiumsresultate auch der breiten interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden", betonte Landschaftsvorsitzender Dr. Henning Lemme während der Präsentation.

0000509484.jpg

Die Veranstaltung sei "völlig überbucht" und eine Einbindung privater Interessenten schwierig gewesen, erläuterte Lemme, dessen besonderer Dank dem Redaktionsteam Dorothea Diemer und Sigmund Graf Adelmann galt. Diemer steuert in dem reich bebilderten Buch (Format 17 mal 25 Zentimeter, 256 Seiten, 183 Abbildungen) die Beiträge "Fragen der künstlerischen Planung und Realisierung des Mausoleums Stadthagen" und "Nosseni, Entwerfer der Stadtkirche Bückeburg" bei. Ebenfalls mit doppelter Autorenschaft - "Das Mausoleum in Stadthagen" und "Das Taufbecken in der Stadtkirche Bückeburg" - ist Lars Olof Larsson vertreten. Die weiteren Artikel stammen von Peter Johanek (Residenzen und Grablegen), Frits Scholten (Adriaen de Vriess Resurrection Group at Stadthagen), Sven Hauschke (Überlegungen zu Material und Typus - Das Grabdenkmal des Grafen Ernst von Holstein-Schaumburg), Volker Krahn (Die Erwerbung der Venus-Adonis-Gruppe und des Raubes der Proserpina für das Deutsche Museum in Berlin), Eli?ka Fuèíková (Der Merkur aus Schloss Karlskrone), Jochen Luckhardt (Die Rückkehr des Herzogs - Die Reiterstatuette des Herzogs Heinrich Julius), Gode Krämer (Zeichnungen von Adriaen de Vries), Dimitrios Zikos(Die Ausbildung von Adriaen de Vries zum Bronzeplastiker in Florenz), Jane Bassett (Adriaen de Vries, master craftsman) und Kerstin Brendel (Bronzeoberflächen bei Adriaen de Vries - Möglichkeiten und Grenzen ihrer Restaurierung). Aus Bückeburger Sicht sind die Schilderungen Diemers und Larssons von speziellem Interesse. Beide widmen sich den Themenstellung mit akribischer Gründlichkeit. So erfährt der Leser bei Larsson über einen italienisch abgefassten Brief des Künstlers an Graf Ernst, dass der Fuß des Taufbeckens aus Bronze, die Cuppa dagegen aus Marmor und der Deckel aus Holz gefertigt werden sollte. Was dem Grafen indes nicht gefiel, er verlangte stattdessen, "daß ein mit dem andern allerseits von Messing aufs dünneste und geschmiedeste muß gegossen werden, also daß der Deckel mit einer Kette durch Gewichte in die Höhe und wieder herunter gelassen werden könne". "Neue Beiträge zu Adriaen de Vries" , herausgegeben von der Schaumburger Landschaft, erschienen im Verlag für Regionalgeschichte (Bielefeld), 29 Euro, ISBN 978-3-89534-714-6.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare