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SPD-Bundestagsabgeordnete loben Ausbildungswerkstatt der Waffenschule / Sanitätszentrum fusioniert

Region lebt von hochqualifizierten Arbeitsplätzen

Bückeburg (rc). Nach einem Besuch der Heeresfliegerwaffenschule haben die beiden SPD-Bundestagabgeordneten Sebastian Edathy (Schaumburg) und Lothar Ibrügger (Minden-Lübbecke) die Arbeit der Ausbildungswerkstatt auf dem Flugplatz gelobt und hervorgehoben. "Hier werden hochqualifizierte Lehrstellen mit guten Zukunftschancen im späteren Berufsleben angeboten", sagten die beiden Abgeordneten im Anschluss an einen mehrstündigen Besuch, bei dem sieder General der Heeresflieger und Schulkommandeur, Brigadegeneral Richard Bolz, über die neuesten Entwicklungen der Heeresflieger informiert hatte.

Im Zusammenhang mit der Ausbildungswerkstatt sagte Ibrügger, dass diese Einrichtung jenseits der Landesgrenze kaum bekannt sei und er daher die Leiter der dortigen Arbeitsagenturen auf dieses Angebot aufmerksamen machen wolle. "Die Region lebt von hochqualifizierten Ausbildungs- und Arbeitsplätzen." Die Heeresfliegerwaffenschule, aber auch das Pionierbataillon in Minden, das im Zuge des Transformationsprozesses der Bundeswehr ebenfalls deutlich aufgewertet worden ist, seien bedeutende Wirtschaftsfaktoren beiderseits der Weser, die diese Arbeitsplätze bieten würden. General Bolz wies darauf hin, dass es den Heeresfliegern aufgrund des Einstellungsstopps und der Reduzierung des zivilen Personals derzeit kaum möglich ist, den fertig ausgebildeten Fluggerätemechaniker oder- elektroniker Arbeitsplätze anzubieten. "Wir können sie leider nicht so übernehmen, wie wir wollen." Ingesamt 700 zivile Mitarbeiter sind derzeit an der Waffenschule. Sowohl Edathy als auch Ibrügger bezeichneten die Standorte Bückeburg und Minden als "eindeutige Gewinner" im Umstrukturierungsprozess der Bundeswehr. Bückeburg habe sich in den vergangenen Jahren zum "Spitzenstandort" entwickelt, auch der Pionierstandort Minden sei gesichert. Wie in Bückeburg fließen auch nach Minden Millionenbeträge für Sanierung und Renovierung von Unterkünften und Hallen. Rund zehn Millionen Euro sollen es nach Aussage Ibrüggers werden. Allein 1,2 Millionen Euro werden in ein Sanitätszentrum in Minden investiert, das künftig die Soldaten beider Standorte medizinisch versorgen wird. Was mit der Sanitätseinheit und deren Unterkünften in der Bückeburger Jägerkaserne wird, ist noch nicht entschieden. Einig waren sich Abgeordnete und Bundeswehr gleichermaßen, dass das lange Zeit dominierende Thema der Lärmbelästigung keines mehr ist. Übereinstimmend sagten Edathy und Ibrügger, dass ihnen "seit Jahren" keine Beschwerden mehr zugetragen worden seien. Die neue Hubschraubertypen und die Simulatoren hätten sicherlich zu dieser Entwicklung beigetragen, aber auch die sorgfältige Durchführung von Übungsflügen seitens der Waffenschule. Edathys Beobachtung: "Das Ansehen und die Akzeptanz der Bundeswehr sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen." Auch ein Gespräch mit den Vertrauensleuten der Heeresfliegerwaffenschulestand stand auf der Tagesordnung. Dabei standen nach Angaben der Abgeordneten vor allem die Fragen der künftigen Besoldungsstruktur und der Streichung des Weihnachtsgeldes im Mittelpunkt des Interesses der Soldaten.

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