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Volksbank und Realschule kooperieren / Bankangestellte helfen bei Unterricht

"Realschule soll mehr Nähe zur heimischen Wirtschaft bekommen"

Rinteln (mld). Die Volksbank in Schaumburg ist Pate der Hildburg-Realschule. Was auf den ersten Blick ein ungewöhnlicher Zusammenhang zu sein scheint, erklärt Volksbank-Marktbereichsleiter Ansgar Haverkamp so: "Im Fach Arbeit und Wirtschaft werden unsere Fachleute die Lehrer bei der Vermittlung der Unterrichtsinhalte unterstützen. Die Förderung von Kindern und Jugendlichen liegt uns besonders am Herzen,außerdem wollen wir Werbung für unseren Beruf, den des Bankkaufmanns, machen, und den Unterricht lebendiger gestalten."

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Wie die Kooperation zwischen der Schule und der Volksbank aussehen soll, erklärt Haverkamp so: Fünf Mitarbeiter der Volksbank sollen für unterschiedliche Themen, zum Beispiel Altersvorsorge, Hypotheken oder die richtige Bewerbung, zur Verfügung stehen. Sie würden den Lehrer für Arbeit und Wirtschaft, Torsten Rudolf, bei Bedarf im Unterricht begleiten. "Wir sind sehr froh über diese Unterstützung", bewertet Schulleiter Horst Kynast die Kooperation positiv. Die Volksbank sei mit der Idee eines Partnerschaftsvertrags an die Realschule herangetreten. Die Bank kooperiert bereits mit der Hauptschule am Ostertor, vergibt dort Stipendien an Schüler für besonders gute Leistungen. "Die Kooperation ist auch als Ergänzung zum Angebot der Arbeitsagentur im Bereich Berufsorientierung gedacht", erklärt Kynast einen anderen Aspekt der Partnerschaft. Neben der Unterstützung im Unterricht wird die Volksbank auch Bewerbertrainings und Betriebspraktika anbieten. "DerÜbergang von der Schule zum Erwerbsleben soll einfacher gestaltet werden", wünscht sich Haverkamp. Für viele Schüler käme das Ende der Schulzeit plötzlich. "Wir müssen ihre Willensbildung beschleunigen", ist er sich sicher. Dabei müsse die Schule "mehr Nähe zur heimischen Wirtschaft hinbekommen". Auch die Firmen würden immer größeren Bedarf an qualifizierten Schulabgängern haben. Der nächste Schritt soll eine Lehrerkonferenz sein, zu der auch Vertreter der Volksbank eingeladen werden. Dort will Kynast die Einzelheiten des Partnerschaftsvertrages dem Kollegium näher bringen, bevor Mitarbeiter der Volksbank in die Schule kommen werden. Der Vertrag soll dann in jedem Jahr neu ausgewertet und "weiterentwickelt" werden, plant Haverkamp. "Diese Kooperation wünschen wir uns auch mit anderen Instituten, gerade aus dem gewerblichen Bereich", so Kynast. Gespräche mit verschiedenen Unternehmen hätten bereits stattgefunden, konkrete Pläne aber gebe es nicht.

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