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Prozentiger Weihnachtszauber ausÖsterreich

Rauchigharziges aus Wipfelhöhen

Bückeburg (jp). Fürstliche Genüsse für eine fürstliche Veranstaltung. Zum zweiten Mal präsentiert Werner Dittenberger aus dem österreichischen Neuenkirchen/Lambach derzeit auf dem Weihnachtszauber auf Schloss Bückeburg seinen Zirbenschnaps, besser bekannt als "Werners Original Zirb'n- Geist". Während das hochprozentige Getränk in früheren Jahrhunderten in Österreich weitverbreitet war, gehört es dort mittlerweile zu den absoluten Raritäten.

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Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe, der selbst große Ländereien in Österreich besitzt, zeigte sich davon so angetan, dass er Werner Dittenberger 2007 zum ersten Mal nach Bückeburg zum Weihnachtszauber eingeladen hat. Der Grund, weshalb Zirbenschnaps inzwischen so selten geworden ist, liegt in seiner Zubereitung. Es bedarf dazu der Zapfen der namensgebenden Zirbe, eines Kieferngewächses, welches in Österreich ab einer Höhe von etwa 1500 Meter zu finden ist. Da die Zirbe selbst oftmals bis zu 30 Meter hoch wird, bedarf es eines sehr geübten und erfahrenen Kletterers, um die in Wipfelhöhe wachsenden Zapfen pflücken zu können. "Mein Sohn schafft in der Erntezeit maximalelf Bäume am Tag", berichtet Werner Dittenberger. "Und diese Mühe machen sich die allermeisten österreichischen Bauern nicht mehr." Seine Zirbenzapfen bezieht Werner Dittenberger vor allem aus der Zirbitzkogel, einem großen Waldgebiet im Besitz des Stifts Admont, der größten Benediktinerabtei in Österreich. Allerdings nicht für Gotteslohn: "Dafür lässt sich das Stift eine ganze Menge bezahlen", lächelte der Schöpfer des Zirb'n-Geists, "ohne Geld ka Musi." Die Zirbenzapfen werden dann in Ansatzkorn eingelegt und gelaugt - wie lange, das ist das Betriebsgeheimnis des findigen Österreichers. Die Zubereitung erfolgt gänzlich ohne Wasser und mit einem Minimum an Zucker. Und der Geschmack? "Der ist durch die Zirbenzapfen harzig und holzig", beschreibt es Werner Dittenberger. Für den Ruheständler ist die Zubereitung des Zirb'n-Geists allerdings auch nur lieb gewordenes Hobby: "Leben kann man davon schon lange nicht mehr". Der Stand von Werner Dittenberger ist zu finden im Erdgeschoss der fürstlichen Remise.

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