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Raubüberfall lässt sich nicht nachweisen

Revision

Hameln (ube). Raubüberfall und gefährliche Körperverletzung, begangen vor über drei Jahren – für diese Delikte war der Hamelner Ylli N. Ende Januar 2010 unter Einbeziehung anderer Straftaten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Seine Anwältin hatte damals Revision eingelegt, jetzt hob der Bundesgerichtshof das Urteil auf.

Die Richter in Karlsruhe bestätigten zwar die Verurteilung wegen der gefährlichen Körperverletzung, aber wegen des Raubes wurde der Mann nicht verurteilt. Die Juristen rügten die Strakammer des Landgerichts Hannover; diese habe einen Beweisantrag der Verteidigung nicht richtig behandelt, auch wenn der Oberstaatsanwalt von der Schuld des Angeklagten überzeugt ist.

Mehr als drei Jahre nach dem angeblichen Überfall, beschäftigte sich die Jugendkammer 1 unter Vorsitz von Richter Volker Löhr abermals mit dem Fall. Ylli N. war angeklagt worden, sein Opfer (19) im August 2008 an der Spielothek am Pferdemarkt am Ärmel gepackt und in eine Ecke gezogen zu haben. N. soll seinen Bekannten aufgefordert haben, ihm zu zeigen, was er in seinen Taschen hat. 120 Euro soll der Angeklagte geraubt und angekündigt haben, weitere 30 Euro von ihm kassieren zu wollen.

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