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Rathaus-Razzia – Verfahren kurz vor dem Abschluss

Razzia

Hameln (ube). Die Ermittlungen, die im Zusammenhang mit der Vergabe von Standplätzen auf dem Hamelner Weihnachtsmarkt stehen, werden womöglich noch in diesem Monat abgeschlossen.

Die Dezernentin der für Korruptionsstrafsachen zuständigen Abteilung der Staatsanwaltschaft Hannover geht davon aus, dass sie noch vor Beginn des Weihnachtsmarktes ein Ergebnis vorlegen kann. Das Verfahren – es geht um den Verdacht der Bestechung oder der Bestechlichkeit – stehe kurz vor dem Abschluss, sagte gestern Oberstaatsanwalt Hans-Jürgen Lendeckel auf Anfrage der Dewezet.
Gestern Vormittag ging bei der Ermittlerin eine lang ersehnte CD mit Bankdaten ein. Man hoffe, dass die Computersysteme der Staatsanwaltschaft die darauf gespeicherten Informationen lesen können, hieß es.

Zum Hintergrund: Am 17. November 2010 waren vier Staatsanwälte und 80 Polizisten im Einsatz, um in zehn Objekten nach Beweisen für Anschuldigungen, die ein anonymer Anzeigeerstatter erhoben hatte, zu suchen. Der Unbekannte behauptet: Bei der Vergabe der lukrativen Stände und der begehrten Plätze auf dem Hamelner Weihnachtsmarkt sei es in der Vergangenheit nicht mit rechten Dingen zugegangen. Auch die Büros eines leitenden Beamten des Fachbereichs Recht und Sicherheit und eines für den Weihnachtsmarkt zuständigen Mitarbeiters der Ordnungsabteilung waren seinerzeit durchsucht worden.

Mit welchen Schwierigkeiten die Staatsanwaltschaft während der Ermittlungen zu kämpfen hatte, lesen Sie in der Dewezet.

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