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Zusammenarbeit auf Kreisebene zur Förderung des ländlichen Raumes / Arbeitsgruppen und Workshops

Rat gibt grünes Licht für Kooperations-Projekt

Obernkirchen (sig). Die Bergstadt macht beim ILEK-Projekt des Landkreises mit. Dahinter verbirgt sich ein integriertes ländliches Entwicklungskonzept, für das Mittel der Europäischen Union in einer lohnenden Größenordnung zur Verfügung stehen. Der Rat der Stadt gab grünes Licht für eine solche Beteiligung, bei der Fördermittel ab Mitte des Jahres beantragt werden können.

Durch ILEK-Projekte soll auch der Tourismus in ländlichen Region

Im Vordergrund stehen regionale Projekte, bei denen es um Dorferneuerung, Flurbereinigung, landwirtschaftliche Infrastruktur, ländlichen Tourismus sowie um sinnvolle Kooperationen geht. Das Besondere an diesem Gesamtprojekt ist, dass hier nicht ausschließlich politische Willensträger und kommunale Verwaltungen gefragt sind, sondern auch die heimische Wirtschaft, Vereine und sachkundige Bürger. Welche Ziele verfolgt und welche Schritte unternommen werden sollen, um in den Genuss dieser Förderung zu kommen, das wird gemeinschaftlich in Arbeitsgruppen beraten. Insgesamt zehn Kommunen des Schaumburger Landes haben sich für eine Teilnahme entschieden. Aus der Bergstadt sollen neben dem derzeitigen Bürgermeister Horst Sassenberg und seinem künftigen hauptamtlichen Nachfolger Oliver Schäfer noch die Ratsmitglieder Wilhelm Mevert, Werner Harder, Andreas Hofmann und Thomas Stübke mitwirken. Aus der Stadtverwaltung kommen der stellvertretende Stadtdirektor Bernhard Watermann, Ulrich Kuhlmann und Michael Swoboda hinzu. Ihren Sachverstand einbringen sollen außerdem der Diplom-Ingenieur Volker Wehmeyer, Joachim Gotthardt als Vertreter des Wirtschaftsfördervereins, der Diplom-Ingenieur Wolfgang Hein vom Förderverein des Sonnenbrinkbades sowie als Vertreter des landwirtschaftlichen Bereiches Dirk Rodenbeck, Heinrich Struckmeier und Christiane Eggelmann. Von der Stadt benannt wurden noch Renate Ernst aus Gelldorf vom Kreisbehindertenrat und Albrecht Stein vom Kreisseniorenbeirat. "Zunächst einmal geht es um drei große Bereiche", erklärt Bernhard Watermann. Den ersten bilden die Themen Demographie, Siedlung, Versorgung und Soziales, den zweiten der ländliche Tourismus, die Naherholung und die Kultur und den dritten die Landwirtschaft, der Naturschutz und die Umwelt. Vorstellbar sind dabei Kooperationen mit weiteren Regionen des Weserberglandes, wozu der benachbarte Mühlenkreis Minden-Lübbecke ebenso gehört wie der anschließende lippische Raum bis hin zur Vogler-Region, im Norden auch das Sulinger Land. In Gruppen von 20 bis 30 Personen sollen Ziele, Strategien und Leitprojekte erarbeitet werden, die zur weiteren Entwicklung der ländlichen Bereiche beitragen, die in der Vergangenheit durch den erheblichen Strukturwandel so manchen Substanzverlust haben hinnehmen müssen. Aber es gab mit Hilfe der Proland-Förderung auch schon etliche gelungene Sanierungen und sinnvolle Nutzungsänderungen. Beispiele sind das Heuhotel und Hofcafe in Gelldorf sowie das Hofcafe in Hohnhorst. Neben der Förderung des Tourismus spielt aber auch die Verbesserung der Lebensqualität durch neue Dienstleistungseinrichtungen,durch Natur- und Gewässerschutz sowie durch andere Maßnahmen der Dorferneuerung eine wichtige Rolle bei den ILEK-Vorhaben.

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