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Rat bildet Beirat für Integration

Stadthagen (ssr). Der Rat der Stadt hat einmütig die Bildung eines Integrationsbeirates beschlossen. Dieser soll aus 15 Mitgliedern bestehen und sich laut Satzung "für ein gutes Miteinander von Einheimischen und Migranten einsetzen".

Es sei "hervorragend", dass es nun ein solches Gremium gebe, sagte Maria Börger-Sukstorf (Grüne). Karsten Becker (SPD) betonte, ein Beirat sei wichtig, "weil Integration der Erfahrung nach nicht von selber passiert". Für die CDU räumte Bernd Englich ein, erst die intensive "Leitbild"-Arbeit an dem Thema habe die Union von der Notwendigkeit eines Beirates überzeugt. Nun stehe man aber voll dahinter. Die Grünen kritisierten allerdings die von SPD/FDP und CDU durchgesetzte Regelung, dass die Hälfte der Beiratsmitglieder Personen ohne Migrationshintergrund sein dürfen. Auch andere Beiräte bestünden satzungsgemäß vollständig aus jeweils Betroffenen - etwa der Behindertenbeirat, so Börger-Sukstorf. "Integration geht alle an" - mit diesem Satz begründete Englich den Ansatz, bis zur Hälfte der Sitze an Einheimische zu vergeben: "Auf die Zusammenarbeit kommt es an." Das sah auch Becker so. Ein kreativer, auf breiter Basis gestützter Prozess der Bewusstseinsveränderung müsse in Gang gesetzt werden. Das gehe am besten, wenn der Beirat "für alle offen" sei. Noch einen Schritt weiter ging Uwe-Hermann Voigt (BfS). Zwar sei Integration ein Aufeinanderzugehen beider Seiten, aber: "Die Hauptaufgabe liegt aus meiner Sicht bei der aufnehmenden Gesellschaft. Wir müssen attraktive Rahmenbedingungen schaffen, um Ausländer aus ihrer teilweisen Isolation zu holen." Folgende Einrichtungen und Vereine werden je ein Mitglied benennen: Türkischer Elternverein, Türkisch-islamischer Kulturverein, Islamische Gemeinde Milli Görüs, Alevitische Gemeinde, Verein Mukuz, Verein osteuropäischer Migranten (ZMO), Griechischer Verein Akropolis, Türkisch-Deutsche Familien Union; Awo, "Alte Polizei", VHS, Schaumburg-lippischer Heimatverein, St. Martini, St. Joseph und Arbeitsgemeinschaft Sport.

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