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Vor Gericht: 4500 Euro Geldstrafe für 30-jährigen Rintelner

Rangelei in einer Gaststätte - mit Bierglas zugeschlagen

Rinteln (maf). Elf Monate nach einer blutigen Auseinandersetzung in einer Gaststätte ist ein 30 Jahre alter Rintelner wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 4500 Euro verurteilt worden. Richter Christian Rost sah es als erwiesen an, dass der Mann seinen Kontrahenten (22) mit einem Bierglas niedergeschlagen hatte. Dabei erlitt das Opfer eine sieben Zentimeter lange Kopfwunde, die im Krankenhaus genäht werden musste.

Ende Dezember vorigen Jahres fand in einer Kneipe in einem Rintelner Ortsteil eine Feier statt, auf der sich auch der Angeklagte aufhielt. Es wurde gegessen und getrunken, man saß gemütlich zusammen. Gegen Mitternacht betrat ein 22-Jähriger aus Hessisch Oldendorf das Lokal und setzte sich an die Theke. Er provozierte den Angeklagten, es kam zum Streit und zu einer anschließenden Rangelei. Der betrunkene 22-Jährige wurde nach draußen gebracht, kehrte aber nach 20 Minuten zurück. Am Tresen gerieten die beiden Streithähne dann noch einmal aneinander. Als der Hessisch Oldendorfer wenig später zur Toilette gehen wollte, spürte er plötzlich das harte Bierglas an seinem Kopf und ging zu Boden. Vor Gericht wurden mehrere Partygäste zu dem Vorfall gehört. Dass es der Angeklagte war, der mit dem Bierkrug zugelangt hatte, hatte keine der Personen direkt gesehen. "Das eigentliche Tatgeschehen hat niemand beobachtet", resümierte Rechtsanwalt Heinrich Sasse und forderte ebenso Freispruch für seinen Mandanten wie Staatsanwalt Klaus-Jochen Schmidt ("einen Schlag hat keiner gesehen"). Dagegen war Richter Rostüberzeugt davon, dass der Angeklagte den 22-Jährigen mit dem Bierglas niedergeschlagen hatte. Er verurteilte den Selbstständigen wegen gefährlicher Körperverletzung in einem minder schweren Fall zu 90 Tagessätzen à 50 Euro.

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