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Bau- und Umweltausschuss berät Gestaltung von Falkingsviertel / 46 Bäume sorgen für Alleecharakter

Quartierplatz und Anger sollen das Herzstück werden

Bückeburg (rc). Er soll das Herzstück des Falkingsviertels werden und dem Neubaugebietes seinen unverwechselbaren, qualitativ hochwertigen Charakter geben sowie weitere potenzielle Bauinteressenten anlocken: der Grünanger samt Quartiersplatz und Spielplatz. Entsprechend der hehren Ziele ließ sich der Bau- und Umweltausschuss eineinhalb Stunden Zeit, um eingehend über Gestaltung und Bepflanzung des rund 250 Meter langen und an seiner breitesten Stelle 30 Meter messenden Angers zu debattieren.

Am Ende stand die einstimmige Entscheidung, dass 46 Stieleichen und Rotbuchen dem Anger Alleecharakter geben sollen. Dazu kommen Einzelbäume wie Kastanie und Walnuss, die auf den jeweiligen Plätzen gepflanzt werden sollen. Deutlich wurde allerdings auch, dass an vielen Details der baulichen Gestaltung noch viel gefeilt werden muss. Oder wie es SPD-Ratsherr Wolfhard Müller formulierte: "Das ist bisher nur ein Quarantäneplatz". Oder UWG-Ratsherr Gerhard Schöttelndreier: "So ist das viel zu steril und vollkommen ungeeignet für Kinder zum Spielen". Wie dem auch sei: Die Bäume sollen schnellstmöglich gepflanzt und der Anger ausgeformt werden, um "frühzeitig ein Zeichen gestalterischer Qualität im öffentlichen Raum zu setzen". Die weiteren Gestaltungsdetails sollen zunächst in den Fraktionen beraten und dann erneut im Ausschuss vorgestellt werden. Nach den Vorstellungen der Planerin Anke Deeken soll der Anger als lang gestreckte Grünfläche gestaltet werden, deren Ränder durch die Baumreihen gesäumt werden. Der Anger selbst wird als Mulde ausgebildet und soll die Regenrückhaltung in dem Neubaugebiet aufnehmen. Die Sohle soll geschottert und ebenso wie die Böschungen mit Gras eingesät werden, damit in der Mulde - wenn sie wieder trocken ist - gespielt und gegangen werden kann. Staustufen, Holzbrücken und eine Fußgängerfurt sollen vielfältigste Nutzungen ermöglichen. Ausstattungselemente wie Bänke, Findlinge, Sandsteinquader, Sitzstufen oder aber Spielgeräte, besonders am östlichen Ende des Angers, sollen die "Aufenthaltsqualität" für die künftigen Falkianer weiter steigern. Der so genannte Quartiersplatz am Anfang des Angers im Bereich der Hannoverschen Straße und des Gebäudes der ehemaligen Möbelfundgrube - rund 600 Quadratmeter groß - soll gepflastert und von einem Natursteinband gesäumt werden; ein Band, das sich übrigens ganz um den Anger ziehen soll. Die detaillierte Planung soll später entwickelt werden. Der Platz wird aber in den Anger hinein eine Art Ausguck haben, über den in die offene Landschaft geblickt werden kann. Am anderen Ende soll eine Art Spielplatz entstehen: 1000 Quadratmeter groß mit Spielgeräten, Sand- und Bolzbereich sowie einem Holzsteg, von dem wiederum über den Anger hinweg auf den Quartiersplatz geschaut werden kann. Wo bleiben Strauchgruppen, Wasser- und Matschecke, Balancierbäume, Seilschaukeln, Holzbänke und vieles mehr?, wurde im Ausschuss gefragt. Müller: "So ist das wenig familienfreundlich". Der Kritik entgegnete die Planerin mit dem Hinweis, dass die vorgestellten Pläne bisher das Grobkonzept darstellen würde. Bei der Ausgestaltung könne natürlich auf die Anregungen eingegangen werden. Bei der Auswahl der Bäume standen neben Stieleiche und Rotbuche noch die Hainbuche zur Auswahl. Da Eiche und Rotbuche prägender sind, eine breitere und höhere Krone bekommen und besonders die Rotbuche mit ihren farbenprächtigen Blättern prunkt, entschied sich der Ausschuss schließlich für Stiehleiche (32 Bäume)und Rotbuche (14 Bäume).

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