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Integrierte Versorgung: Augenklinik schließt Vertrag mit AOK über "Grauer Star"-Operationen

"Qualität und Ökonomie kommen zusammen"

Stadthagen (sk). Um Patientenversorgung effektiver, qualitativ besser und kostengünstiger zu gestalten, hat die AOK Niedersachsen mit der Augenklinik Stadthagen einen Vertrag über so genannte "Integrierte Versorgung" geschlossen. Es geht dabei um die OP-Indikation "Grauer Star".

Nehmen Stufen zur Zusammenarbeit: Vertreter der Augenklinik und

Der Begriff "Integrierte Versorgung" steht für eine Vernetzung zwischen niedergelassenen Haus- oder Fachärzten und stationären Einrichtungen. Geboten wird eine an den Bedürfnissen der Patienten orientierte medizinische Versorgung "aus einer Hand". Das Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung, das 2004 in Kraft getreten ist, ermöglicht den Abschluss solcher innovativer Versorgungsmodelle. Auf Grundlage des Gesetzes hat die AOK Niedersachsen im Januar 2006 mit der Augenklinik Stadthagen einen Vertrag geschlossen. Darüber freute sich Thomas Belz von der AOK-Landesgeschäftsstelle: "Qualität und Ökonomie kommen zusammen." Belz und der Augenarzt Michael Knoche stellten die "Integrierte Versorgung" im Pressegespräch vor. In das System sind der Augenarzt, den ein Patient in der Regel zuerst aufsucht, die Klinikund die Nachbehandlung integriert. Doppeluntersuchungen und unnötige Wartezeiten werden durch einen detailliert festgelegten Behandlungspfad vermieden. Der "Graue Star" ist die häufigste Operation in der Augenchirurgie. In der Stadthäger Klinik werde sie 2000 Mal im Jahr durchgeführt, so Knoche. Die Abrechnung der Behandlung erfolgt nun direkt mit der AOK, die ein pauschales Honorar zahlt. Die Klinik übernimmt gegenüber der AOK ein Garantieversprechen. Hauptziel der "Integrierten Versorgung" sei die Steigerung der Qualität. "Im Rahmen des Vertrages können den Patienten Leistungen zur Verfügung gestellt werden, die deutlich über den üblichen Standart der kassenärztlichen Versorgung hinausgehen", so Knoch. Die Augenklinik hat darüber hinaus ein nach ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagement sowie ein zertifiziertes Hygienemanagement aufgebaut. Auch der Komfort ist eingeschlossen: Ein Operationstermin, so Knoche, werde innerhalb von maximal sechs Wochen vergeben. Die Augenklinik, dieüber ein großes Einzugsgebiet verfügt, stellt zudem einen kostenlosen Fahrdienst für den Weg zur Klinik und zurück nach Hause zu Verfügung. Die Operation kann je nach Notwendigkeit ambulant oder im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthaltes erfolgen. Die beteiligten Augenärzte sorgen füreine umfassende Nachbetreuung und kurze Wartezeiten. All diese Leistungen stehen den Versicherten der AOK Niedersachsen ohne besondere Zuzahlung zur Verfügung, so Belz. Im Januar wurde der Vertrag mit der Augenklinik geschlossen. Seitdem haben bereitsüber 300 Patienten das Modell der "Integrierten Versorgung" in Anspruch genommen. Eine Ausweitung auf die Behandlung weitere Krankheitsbilder ist geplant.

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