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Top-Ten-Beach-Volleyball-Turnier: Qualifikation im Nieselregen / Lokalmatadore helfen aus

Punkte sammeln für das große Strand-Finale

Obernkirchen. Hätte es bei der Bückeburger Bundeswehr einst nicht einen Offizier gegeben, der seine Jungs vom Heer zwischen den tollkühnen Einsätzen in ihren fliegenden Kisten immer wieder Ball über die Schnur spielen ließ, wer weiß, ob an diesem Wochenende wirklich ein Beach-Volleyball-Turnier in der Bergstadt durchgeführt worden wäre. Denn Günter Szallies infizierte sich damals mit dem Volleyball-Virus und übernahm vor Jahren die Fackel der Familie Weihmann, die die Sportart in Obernkirchen aufgebaut und populär gemacht hatte.

Bei den Frauen sind längere Ballwechsel die Regel, bei den Männe

Autor:

Frank Westermann

Den Lohn seiner Mühen konnte Szallies gestern einstreichen: Gegen 14 Uhr wurde auf dem Kirchplatz erstmal ein Turnier der Top-Ten-Kategorie eröffnet. Darüber kommen nur noch die Masters. Was dies in der Praxis bedeutet, war auf den beiden Spielfeldern auf dem Kirchplatz nicht zuübersehen: Aus ganz Deutschland waren die die Volleyballspieler angereist, auf dem Kirchplatz war eine spielerische Klasse in einer Dichte zu bestaunen, wie sie - wenn überhaupt - nur selten in der Bergstadt im Beach-Volleyball zu sehen war. Schnelle Ballwechsel, reaktionsschnelle Blöcke und wuchtige Schmetterbälle ließen gestern ahnen, was heute und morgen Programm ist: Sport vom Feinsten. Denn gestern war "nur" Qualifikation. Erstmals in der Geschichte des Turniers war der Andrang so groß, dass acht Frauen und Männermannschaften um die letzten vier und drei (bei den Männern) Plätze in die "Qualli" mussten. Nur wer auf den Turnieren genug Punkte sammelt, darf am Ende des Sommers am Timmendorfer Strand antreten und sich Hoffnungen auf den Schatz am Ende des Regenbogens machen: den deutschen Meistertitel. 31 Teams bei den Männer, 21 Mannschaften bei den Frauen - Szallies hatte mehr als genug Meldungen für dieses Turnier. Dennoch mussten bei den Frauen gestern die Lokalmatadore aushelfen: Weil zwei Teams kurzfristig absagten, sprangen Claudia Molthahn und Sabrina Kiemstedt sowie Claudia Wehmeier und Josefin Naumann vom MTV ein. Was Szallies als echte sportliche Geste wertete: "Denn gewinnen können die beiden Teams gegen diese Gegner hier nichts. Sie können nur lernen." Gestern blieben angesichts des feinen Nieselregens, der den gesamten Nachmittag fest im Griff hatte, die Volleyball-Cracks nahezu unter sich: Spieler beobachten Spieler beim Spielen. Eine Alternative hatte ihnen Thomas Stübke offeriert: Jeder Spieler, der wollte, konnte auf seine Kosten ins Freibad gehen. Dort war es zwar genauso nass, aber mit 27 Grad im Wasser deutlich wärmer. Stübke: "Das ist sinnvoll angelegtes Geld im Bürgermeisterwahlkampf." Heute geht es um 10 Uhr mit dem eigentlichen Turnier weiter, das morgen gegen 17 Uhr mit der Siegerehrung endet. Bis dahin sollten auch die Lose aus dem Schnäppchenheft "Obernkirchener Preis-(S)pass abgegeben werden. Als Preise winken ein Wellnesswochende für zwei Personen im Wert von 400 Euro, ein Cabrio-Wochenende und zwei Eintrittskarten ins GOP. Und wer sein Los abgibt, sollte nach der Siegerehrung bei der Ziehung der Gewinne auch dabei sein - sonst wird der Nächste gezogen.

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