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Trio begeistert mit Geschichten und Gedichten – und natürlich Musik

Publikum spitzt bei „Chapeau“ die Ohren

Bad Münder. Mit „Nobody Knows“ war er schon häufig in Bad Münder zu Gast, diesmal kam Max Heckel jedoch mit „Chapeau“ ins Wilhelm-Gefeller-Bildungszentrum am Deisterhang. „Chapeau“ – das sind neben Max Heckel (Gesang, Gitarre, Banjo und Geige) Schlagzeuger Aron Thalis (ebenfalls „Nobody Knows“) und Sängerin Tabiha Harzer (Piano, Keyboard und Querflöte).

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Autor:

von Detlef Erasmus

Heckel, Student der Philosophie, Geschichte, Germanistik, Ethik, Psychologie und Pädagogik, gründete „Chapeau“ im Jahr 2013 als eines seiner zahlreichen Projekte im Bereich Musik und Literatur. „Sie widmen sich den zeitlosen Texten Wilhelm Buschs, musizieren zwischen Kritik und Humor mit ironischer Elastizität“ – so waren sie angekündigt und so trafen sie auch den Nerv der zahlreich erschienenen Zuhörer. Das Konzert fand diesmal nicht in der hauseigenen Kneipe „Willis“, sondern der Cafeteria statt. Eine gute Entscheidung des Veranstalters, denn so konnte sich das Publikum ungestört von Thekengesprächen dem literarischen und musikalischen Genuss hingeben.

Obwohl Max Heckel eine wirklich schwere Woche hinter sich hatte („Ich musste dreimal zur Uni“), hat er es geschafft, noch Zugaben zu geben. In höchst amüsanter Weise wurden Einblicke in Wilhelm Buschs Max und Moritz sowie Struwwelpeter gewährt, auch eigene Gedichte und Geschichten gab Heckel zu Gehör. So erzählte er von seiner persönlichen Erfahrung mit einer Veganerin. Und der Erkenntnis seines Vaters nach der Trennung seiner Eltern, dass man den Herd nicht nur als Abstellfläche benutzen kann. Dabei illustrierte Schlagzeuger Thalis gekonnt die Texte durch Mimik und Gestik, musikalisch untermalt von Tabiha Harzer am Piano.

Auch die Lieder von „Chapeau“ waren mit Ironie und Humor gespickt. So sangen sie über das Mädchen „Saskia“, welches sich zum Ende als Saskia, die Bahnhofsratte, entpuppte oder auch den Frosch, der nach überstandener Krankheit endlich wieder rauchen kann. Harzer glänzte mit ihrem klaren Gesang und musste immer wieder für Sketche des Moderators Max hinhalten. So ging eine gelungene Vorstellung zu Ende.

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