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Rat der Samtgemeinde verabschiedet Haushalt / Eilsen konzentriert sich 2006 aufs Machbare

Pro-Kopf-Verschuldung sinkt auf 82,53 Euro

Eilsen (tw). Der Haushaltsplan 2006 der Samtgemeinde ist "durch": Zum 32. Mal in Folge legt Samtgemeindebürgermeister Heinz Wischnat den Politikern ein - in Einnahmen und Ausgaben - ausgeglichenes - Zahlenwerk vor; auch die Haushaltsrechnung 2005 schließt wie in den Vorjahren ohne Fehlbetrag ab. Der Rat unter Vorsitz von Heinz Grabbe (SPD) genehmigt das Papier Donnerstagabend im Heeßer Krug ohne Gegenstimme, aber auch ohne Diskussion. Beifall indes gibt's dafür nicht.

Die Eilser, sagt Wischnat in seiner Haushaltsrede, könnten ohne Sorgen in die Zukunft schauen. Sie wüssten: "Auf das Rathaus in Bad Eilsen ist Verlass - und ,der Wischnat' macht das schon." Der Haushalt 2006 der Samtgemeinde hat ein Volumen von 3,62 Millionen Euro; 3,2 Millionen Euro entfallen auf den Verwaltungs-, 423 000 Euro auf den Vermögensbereich. Der Stand der Rücklage wird sich Ende 2006 auf 408 000 Euro verringern. Aber: "Das", sagt Wischnat, "ist heute für eine Samtgemeinde unserer Größe immer noch eine beachtliche Summe". Zumal die Schulden am Jahresende nur noch 570 000 Euro betragen sollen; das sind umgerechnet 82,53 (2005: 85,37) Euro pro Einwohner. Schön auch: Eilsen erwartet 2006 Einnahmen aus Konzessionsabgaben und Dividenden in einer Gesamthöhe von 386 000 Euro. Wie "weise" der Samtgemeinderat damals gewesen sei, als er entschieden hatte, die Anteile an EMR (heute: E.ON Westfalen Weser) nicht zu verkaufen, werde dadurch deutlich, dass die Samtgemeinde allein 2006 fast 92 000 Euro erhalte. Bewusst habe er, Wischnat, bei seinem Vorschlag für den Haushalt auf Dinge verzichtet, die nicht bezahlbar seien - auch wenn sie seinem "Image und Ansehen bei einzelnen Interessengruppen sicherlich förderlich gewesen wären." Investitionen, die Eilsen im laufenden Jahr tätigen will: Restfinanzierung des neuen "Wasserträgers" für die Ortswehr Buchholz sowie Kauf digitaler Meldeempfänger: 79 000 Euro; Erschließungsmaßnahmen für Abwasserbesetigung: 50 000 Euro; Ersatz für einen abgängigen Kleintraktor: 50 000 Euro; Neue (Internet-)Software für das Einwohnermeldewesen: 25 000 Euro; Thermopane-Fenster für den Altbau der Grundschule Heeßen, Schallschutz in der Lehrküche und Sanierung des Schornsteins: 24 000 Euro. Teilerneuerung von Fenstern im Rathaus: 15 000 Euro (Mehrjahresprogramm). Baumaßnahmen im Bereich Feuerwehr einschließlich neuer Hydranten: 10 000 Euro).

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