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Wassergeschäft in Nienstädt seit Jahren im roten Bereich

Preise für Wasser und Gas steigen

Samtgemeinde Nienstädt (jl). Die Kunden der Samtgemeindewerke Nienstädt müssen sich im kommenden Jahr auf höhere Preise für Wasser und Gas einstellen. Für Wasser hat der Werksausschuss eine Erhöhung um zehn Cent je Kubikmeter vorgeschlagen, der Gaspreis soll um 0,2 Cent je Kilowattstunde steigen.

Das Wassergeschäft in Nienstädt ist nach den Darlegungen von Samtgemeindebürgermeister Rolf Harmening seit Jahren ein Verlustgeschäft. Pro Jahr müssen die Samtgemeindewerke etwa 50 000 Euro zuschießen. Nach grober Schätzung des Ausschussvorsitzenden Adolf Neitsch (SPD) sind bis jetzt rund 500 000 Euro in diese Richtung geflossen. Vor zehn Jahren ist der Wasserpreis zum vorerst letzten Mal auf derzeit 99 Cent pro Kubikmeter angehoben worden. Alle anderen Nachbarkommunen, mit Ausnahme von Niedernwöhren, haben Nienstädt inzwischen deutlich überholt. Dem Ausschuss lag als Empfehlung eine Erhöhung um fünf Cent je Kubikmeter vor. Das würde eine jährliche Mehreinnahme von rund 24 000 Euro bedeuten -und einem im Vergleich immer günstigen Preis. "Wenn wir erhöhen, dann auf einen auskömmlichen Preis. Bei zehn Cent mehr wären wir noch im unteren Drittel in Schaumburg", argumentierte der Ausschussvorsitzende. Hinzu komme, dass Nienstädt in den Bergkrug-Gemeinden vom früheren Wasserverband Kreidemulde "sehr anfällige Leitungen übernommen" habe. Da gelte es, ein Polster für Sanierungen zulegen. Der Zehn-Cent-Vorschlag stieß letztlich auf Zustimmung. "Wir müssen dazu stehen. Wir müssen sagen, wir brauchen zehn Cent", machte Eckhard Ilsemann einigen Zauderern Mut. Die Beschlussempfehlung an den Samtgemeinderat wurde schließlich einstimmig gefasst. Das gilt auch für die Marschrichtung beim Gaspreis. Dieser war zum 1. Mai dieses Jahres um 0,3 Cent je Kilowattstunde auf 4,5 Cent gesenkt worden. Gleichzeitig war die Grundgebühr um knapp zwei Euro erhöht werden. Jetzt zieht laut Harmening der Einkaufspreis nach einem Zwischentief in diesem Sommer wieder drastisch an -Tendenz steigend. Weil die Marge oder die Gewinnspanne der Samtgemeindewerke quasi im selben Tempo schrumpft, hat Geschäftsführer Harmening eine Erhöhung um 0,2 Cent vorgeschlagen. Die Grundgebühr soll auf zwölf Euro erhöht werden. Die Erhöhung soll vom 1. Februar 2007 an gelten. Der Ausschuss hat auch hier einstimmig votiert.

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