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Hubschraubermuseum-Anbau verzögert

Präsident hat keine Zeit - Spatenstich erst im Januar

Bückeburg (rc). Das Hubschraubermuseum hat den für Dezember geplanten ersten Spatenstich für den Erweiterungsbau verschieben müssen. Der Grund: Der Präsident des Hubschrauberzentrums und Vorstandsvor sitzende des Hauptsponsors Eurocopter, Ralf Barnscheidt, hatte im Dezember keinen freien Termin mehr. "Und so ein Mann muss einfach dabei sein", befand der Vorsitzende des Hubschrauberzentrums als Trägerverein des Museums, Wolfgang Raschke, im Gespräch mit unserer Zeitung. Ein neuer Termin steht noch nicht fest, der erste Spatenstich soll aber noch im Januar 2009 erfolgen.

Wolfgang Raschke

Wie bereits berichtet, hätte der Baubeginn für das Museum noch in diesem Jahr erfolgen müssen. Einige Fördermittel der öffentlichen Hand mussten noch in diesem Jahr abgerufen und auch per Rechnung belegt werden. Sonst hätte ein Verfall der Gelder zum Jahresende gedroht. Damit aber wäre die ohnehin schon dünne Finanzierung heftig ins Wanken geraten. Wie Raschke sagte, seien aber bereits so viele Vorarbeiten geleistet worden, dass erste Rechnungen in fast der nötigen Höhe beglichen werden mussten. Lediglich eine Summe von 15 000 Euro sei noch nicht abgerufen worden. Er hoffe darauf, dass die für die Vergabe der EU-Mittel zuständige Niedersächsische Investitionsbank diesen Restbetrag dennoch weiter vorhalten werde. Wie Raschke erklärte, muss nach den Vergaberichtlinien für die EU-Mittel für jeden abfließenden Betrag die gleiche Summe aus den privat gesammelten Stiftungs- und Sponsorengeldern gezahlt werden. Insgesamt hätte eine Summe von 340 000 Euro ausgegeben werden müssen. Bis auf 30 000 Euro sei das nun geschehen. Unter Dach und Fach sind mittlerweile auch die Ausführungsverträge mit dem Architekten gebracht worden, sodass auch auf der planerischen Seite Sicherheit für das Hubschrauberzentrum besteht. Die Baugenehmigung für das Projekt wird dieser Tage beim Bauamt der Stadt Bückeburg eingereicht. Da die ganze Zeit enger Kontakt mit Baubereichsleiter Karlheinz Soppe gehalten worden ist und alle Details abgestimmt wurden, erwartet Raschke eine zügige und schnelle Bearbeitung der Genehmigung. "Mit der Stadt dürfte alles geregelt sein." Wann nun der erste symbolische Spatenstich erfolgt, ist derzeit noch offen. "Wir müssen den Termin noch abstimmen, Januar sollte aber klappen", war sich Raschke sicher. Den eigentlichen Baubeginn - an dem dann tatsächlich auch etwas zu sehen ist - terminiert Raschke mittlerweile auf Mai. "Wir müssen da leider wieder leichte Verzögerungen hinnehmen." Die einzige noch "ungeklärte Baustelle" sieht Raschke jetzt noch im Finden eines Generalunternehmers, der das Gebäude zu dem Preis errichtet, den das Hubschrauberzentrum auch bezahlen kann. Die Ausschreibung soll unmittelbar nach Erteilung der Baugenehmigung erfolgen. Raschke: "Eigentlich dürfte das Finden eines solchen Unternehmens aber kein ernsthaftes Problem sein." Insgesamt kostet der Erweiterungsbau 2,6 Millionen Euro. 1,3 Millionen Euro fließen aus EU-Mitteln, die andere Hälfte steuern Sponsoren, Spender, Stiftungen und die kommunale Hand bei.

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