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Kommissariat Bad Münder stellt Verkehrsstatistik für 2010 vor

Polizei registriert deutlichen Anstieg der Wildunfälle

Bad Münder (jhr). 395 Mal hat es im vergangenen Jahr auf den Straßen im Bereich Bad Münder gekracht. Gesunken ist die Zahl der schwer und tödlich Verletzten, die Zahl der leicht Verletzten nahm hingegen leicht zu. Gemeinsam mit Dienstschichtleiter Thomas Markwirth stellte Polizeikommissariatsleiter Manfred Homann jetzt die Verkehrsunfallstatistik 2010 vor.


Der einzige tödliche Unfall ereignete sich im vergangenen Jahr im Bereich der Fußgängerzone – an der Echternstraße war eine ältere Frau bei Schneeglätte von einem rückwärtsfahrenden Kleintransporter erfasst und tödlich verletzt worden. Schwer verletzt wurden bei acht Unfällen zwölf Personen – im Jahr zuvor waren es noch 17 Schwerverletzte bei 16 Unfällen. Bei Unfällen mit Leichtverletzten stieg die Zahl von 39 Verletzten im Vorjahr auf 57 Verletzte im Jahr 2010 an. Da ein Großteil der Leichtverletzten auf Straßen außerhalb der Ortschaften zu Schaden kamen, will der Kommissariatsleiter Geschwindigkeitskontrollen außerhalb geschlossener Ortschaften in 2011 zu einem Schwerpunkt machen. „Bei den jeweiligen Unfallursachen ist an der Spitze die Geschwindigkeit zu nennen. Weitere Ursachen sind Vorfahrtverletzungen, zu geringer Abstand, Abbiegen, Alkohol und Drogen“, erläutert Homann. Alkohol- und Drogenkontrollen werden auch in diesem Jahr einen weiteren Schwerpunkt der polizeilichen Verkehrsüberwachung bilden. „Wir wollen in diesem Bereich die Unfallzahlen weiter reduzieren“, macht Homann deutlich.

Unfälle mit Fahrerflucht hat Markwirth besonders im Blick – 79 registrierte die Polizei im vergangenen Jahr (2009: 62). Schwierig ist hier oft die Aufklärung, immerhin 31,65 Prozent der Unfallfahrer wurden ermittelt. Besonders oft wurden die Beamten dabei zu Unfällen mit Fahrerflucht im Bereich der Kliniken am Deisterhang und auf den Parkplatz am Rohmel-Center gerufen. „Erfreulich ist, dass alle Unfälle, bei denen Menschen verletzt wurden, aufgeklärt werden konnten“, sagt Markwirth.

Als „nicht unerheblich“ bezeichnet Homann die Steigerung der Wildunfälle im vergangenen Jahr. Durchschnittlich an jedem dritten Tag wurde ein Wildunfall registriert. Auffällig dabei: Selbst in Ortslagen wie der Münderschen Straße in Eimbeckhausen und der Rahlmühler Straße in der Kernstadt kam es zu Unfällen mit Rehwild.

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