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Büro Weinkopf stellt Entwurf zur Umgestaltung von Knotenpunkt vor

Plan für Kreuzung: Ampel soll weg

Rodenberg (bab). In Rodenberg soll die Ampel an der Kreuzung Lange Straße/Tor/Allee/Windmühlenstraße verschwinden, wenn es nach den Plänen des Planungsbüros Weinkopf geht. Stefan Weinkopf stellte seine Version einer Neugestaltung dem Ausschuss für Wege und Umweltschutz vor. Im Gremium gab es Zweifel, ob diese Gestaltung sinnvoll ist.

Nur der Fußgängerüberweg (zwischen den gestrichelten Linien im V

"Ich warüberrascht von den Zahlen", sagte Weinkopf über eine Verkehrszählung, die sein Büro an der Ampelkreuzung unternommen hat. 10 000 Fahrzeuge und 1400 Fußgänger und zig Radfahrer passierten im Schnitt täglich den Rodenberger Knotenpunkt. Trotzdem ist Weinkopf überzeugt, dass an der Kreuzung lediglich eine Fußgängerampel nötig wäre. Diese soll über die Straße Tor führen. So hätten alle Linksabbieger, die aus Richtung Bad Nenndorf kommen,und die Rechtsabbieger aus der Innenstadt freie Fahrt. In diese Richtungen laufen nach den Erhebungen die Hauptverkehrsströme. Auch der Durchgangsverkehr hat eine hohe Frequenz und würde nur dann unterbrochen, wenn Fußgänger die Straße Tor überqueren wollen. Ungefähr an der Höhe zur Einfahrt zum "Hotel Stockholm" käme eine kleinere Verkehrsinsel, die als Hilfe zum Überqueren der Allee genutzt werden kann. Über die Lange Straße würde ein Zebrastreifen führen. Die Vorteile einer solchen Aufteilung sieht Weinkopf darin, dass "der Verkehr nur minimal anseinem Verkehrsfluss gehindert wird" und es eine sehr wirtschaftliche Lösung sei. Es müssten keine Flächen angekauft werden und die ernergieaufwendige, alte Ampel würde durch ein stromsparendes Fußgängersignal ersetzt. Weinkopf schlug vor, die Windmühlenstraße als untergeordnete Straße zu behandeln, da die "Verkehrsbeziehung" dort sehr gering sei. Das könne auch architektonisch entsprechend umgesetzt werden, indem die Hochborde beispielsweise beseitigt werden und ein einheitliches Niveau von Fahrbahn und Fußweg entsteht. "Ich halte das für unmöglich so etwas", sagte Beisitzer Wilfried Engelhardt (WGR) zu der Situation, die dann auf die Fußgänger zukäme. Auch ein Anwohner meldete sich nach der Sitzung zu Wort. "Das hatten wir vor 20 Jahren schon einmal, bis jemand totgefahren wurde." Wilhelm Hartmann (SPD) fragte nach einem Kreisel. "Dann müssen wir Grunderwerb tätigen", so Weinkopf. Bevor eine tiefergehende Diskussion aufkam, schränkte Jörg Döpke von der Bauverwaltung ein, dass dies nur ein Entwurf sei. Es stünden Termine mit Fachbehörden an, bei denen die Verkehrsführung grundsätzlich erörtert werden solle. Die Besucher, die den Ausschuss verfolgten, waren jedenfalls skeptisch. Sie befürchteten, dass bei Stau auf der Autobahn dann noch mehr Autos über Rodenberg ausweichen würden. Dass die Fußgängerampel über die Allee wegfallen würde, sahen die Bürger auch kritisch in Bezug auf die Bushaltestellen, die am "Hotel Stockholm" liegen.

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