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„Landfrauen machen Schule“: Koch-AG an der Kooperativen Gesamtschule / Gesundes Essen und Tischmanieren

„Pizza und Pommes sind Fettmacher“

Bad Münder (lil). Hände waschen, Haare zusammenbinden, Schürze anziehen – und ’ran an die Kochtöpfe. Jeden Dienstag von 13.30 bis 15.30 Uhr trifft sich die Koch-AG der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Bad Münder. Doch statt einer Lehrkraft ist Karen Marahrens-Lücke Küchenchef. „Landfrauen machen Schule“ nennt sich das Projekt des Kreisverbandes der Landfrauenvereine Hameln-Pyrmont, die Arbeitsgemeinschaft trägt den Titel „Koch‘ dir was Gesundes“.

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„Die Landfrauen haben Gelder organisiert und Schulen angesprochen“, so Marahrens-Lücke. Unterstützt wird das Ganze vom Landkreis Hameln-Pyrmont und dem Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung. Das Projekt ist für die Schulen kostenfrei; jeder Schüler zahlt für die Lebensmittel pro Kochaktion zwei Euro.

Kartoffel-Möhren-Suppe, Apfel-Quark-Auflauf und sogar Döner haben seit Beginn des Schuljahrs bereits auf der Speisekarte gestanden. „Döner geht auch gesund – mit viel Gemüse, Krautsalat und Joghurt-Sauce“, weiß die Landfrau. Die AG dreht sich aber nicht nur ums Kochen: Marahrens-Lücke weist die Fünft- bis Siebtklässler auf Unfallgefahren hin, erklärt Hygieneregeln und Tischmanieren. Auch gibt die Küchenchefin an die Kinder weiter, dass es wichtig ist, saisonale und regionale Produkte einzukaufen. „So tut man der Umwelt etwas Gutes.“ Zu theoretisch will Marahrens-Lücke die AG aber nicht gestalten. „Die Kinder kommen freiwillig her, außerdem treffen wir uns in der siebten bis neunten Stunde.“

Der zwölfjährige Maximilian Kolde hat die AG gewählt, „weil Kochen Bock macht“. Und was hat Fünftklässler David Petronio schon in gelernt? „Pizza und Pommes sind Fettmacher“, erklärt der Elfjährige. Maike Schwickert (11) kennt es bereits, Gesundes zuzubereiten. „Ich koche Zuhause schon mal alleine, zum Beispiel eine Nudelpfanne.“

„Ich wollte gerne kochen lernen, weil meine Mutter bald arbeiten geht. Die ist noch im Mutterschutz“, erläutert die 13-jährige Saskia Arlt ihr Motiv. Ihre Schwester Tatjana (12) hat sie gleich mitgebracht.

„Wir haben für die nächsten zwei Jahre Gelder zugesichert bekommen“, so Marahrens-Lücke. Also machen die Landfrauen auch weiter Schule.

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