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Kreykenbohm bezieht Stellung zum Sparkassen-Überfall von Todenmann

PI-Leiter zum Einsatz: "Es ist alles professionell abgewickelt worden"

Rinteln (jl). Für heute hat Frank Kreykenbohm, der Leiter der Polizeiinspektion (PI) Nienburg/Schaumburg, alle Einsatzkräfte nach Rinteln zu einer Nachbereitung einbestellt, die nach dem Sparkassen-Überfall in Todenmann in die Fahndung nach den Tätern einbezogen waren. Gestern stellte Kreykenbohm während eines Pressegesprächs in Stadthagen zu dem Großeinsatz klar: "Es ist alles vorschriftsmäßig und professionell abgewickelt worden."

Zur Erinnerung: Nach allem, was bislang bekannt ist, hat der Leiter der Sparkassen-Filiale beimÜberfall vor einer Woche um 12.27 Uhr die Alarmtaste gedrückt. Sechs Minuten später traf der erste Streifenwagen am Tatort an, den die Täter mutmaßlich kurz zuvor verlassen hatten. Seitdem steht die Frage im Raum, ob der in Folge der Polizeireform von Stadthagen nach Nienburg umgelegte Alarmierungsweg in diesem Fall wertvolle Zeit gekostet hat. Kreykenbohm legte gestern dar, dass er diese Kritik überhaupt nicht verstehe. Diese Haltung zieht er aus den nach seinen Angaben inzwischen ausgewerteten Tonbandprotokollen des Funkverkehrs am vergangenen Donnerstag. Die Auswertung in Form einer Dokumentation wird den versammelten Einsatzkräften heute bei der Nachbereitung vorgestellt. Kreykenbohm erklärte, dass es in der Einsatzleitstelle in Nienburg lediglich eine sekundenlange Verzögerung gegeben habe. Die Frage der zuständigen Kollegin, ob die Polizei Bückeburg oder Rinteln für Todenmann zuständig sei, "ist innerhalb von Sekunden geklärt worden". Kreykenbohm nannte aber noch einen anderen Aspekt, der auch heute angesprochen werden könnte: Aus der Sicht des Filialleiters sei der Zeitpunkt vom Drücken des Knopfes bis zum Eintreffen des ersten Streifenwagens mit Sicherheit wie eine Ewigkeit empfunden worden. Zum Unbehagenüber die Polizeireform und deren Folgen merkte der PI-Leiter an: "Wo umorganisiert wird, sind Fehler immanent." Nur: Fehler habe es im Fall Todenmann aus Sicht der Polizei nicht gegeben.

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