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Schaumburger Bildhauer hat sich neue Wirkungsstätte gesucht

Peter Lechelt im Kurpark kreativ

Bad Nenndorf (fox). Die Kurstadt ist um einen Künstler reicher: Bildhauer Peter Lechelt, der seit elf Jahren mit seinem "Garten der geliebten Steine" an der Paschenburg oberhalb des Ortes Schaumburg ansässig war, richtet sich derzeit in den angemieteten Kellergewölben des Landgrafenhauses eine kleine Bildhauerwerkstatt ein. Zu Pfingsten sollen die ersten Skulpturen im "Sonnengarten" unter den Buchen im Kurpark aufgestellt werden. Lechelt freut sich auf seinen neuen Lebensabschnitt und schmiedet bereits Pläne: "Ich möchte ein kulturelles Freizeitangebot schaffen."

Fühlt sich auch auf Bad Nenndorfer Urgestein wohl: Bildhauer Pet

"Ich habe mich hier gründlich umgesehen und bin begeistert", sagt der Bildhauer. Damit meint der Schaumburger nicht nur die Örtlichkeit mit "Schlösschen", "Esplanade", Haus Kassel und dem Landgrafenhaus in unmittelbarer Umgebung, sondern auch den Besucherverkehr - besonders am Wochenende. Für die zahlreichen Gäste will Lechelt in absehbarer Zeit Mini-Wochen end-Workshops mit drei bis fünf Teilnehmern in der kleinen Bildhauerwerkstatt anbieten, die er sich derzeit in den Katakomben des Landgrafenhauses einrichtet. Seine eigentliche Werkstatt entsteht gerade in einer Scheune des Riepeners Hermann Haun. "Wir werden im Kurpark hingegen ohne Maschinenlärm, sondern nur mit Hammer und Meißel arbeiten", kündigt Lechelt an. "Das stört keinen und zieht die Menschen an." Rund zehn Orte haben sich nach Angaben Lechelts für den Künstler interessiert, nachdem bekannt geworden war, dass er die Paschenburg verlässt. Dort hatte es im vergangenen Sommer ein Zerwürfnis mit dem Grundstückseigentümer gegeben, der Pachtvertrag wurde daraufhin nicht verlängert (wir berichteten). Er habe sich für Bad Nenndorf entschieden, weil sich die Chefin der Kur- und Tourismus-Gesellschaft (KurT), Silke Busche, sehr früh bei ihm gemeldet hatte und der Kurpark "meiner Situation adäquat erschien", so der Künstler. Im Rennen waren auch die Stadt Rinteln sowie Bad Eilsen. "Ich will den Kurpark nicht mit Skulpturen vollknallen", sagt Lechelt. In seinem "Garten der geliebten Steine" habe er rund 150 Skulpturen, in Bad Nenndorf plant er, langfristig rund 20 aufzustellen. Die ersten drei sollen um Pfingsten herum stehen, sagt Lechelt, der sich vorstellen könnte, auch seinen Wohnsitz in die Kurstadt zu verlegen.

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