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Baugebiet Meierfeld: Bau- und Planungsausschuss stellt Pläne für eine Spielstraße vor

Parkplätze sollen künftig die Autos bremsen

Lauenau (tes). So viel Publikum hat Bauausschussvorsitzender Uwe Budde selten zu einer Sitzung begrüßt. Der Grund: Bernd Lohaus, Geschäftsführer vom Ingenieurbüro Kirchner, hat die Planung für den Straßenendausbau im Baugebiet Meierfeld vorgestellt. "Aus der Baustraße soll endlich eine schöne Straße werden", verwies Budde auf die "schleppende" Erschließung. Dass der Ausbau schneller abläuft, hoffte auch der Vertreter des Gemeindedirektors, Jörg Döpke: "Die Sparkasse hat 2006 das Gebiet übernommen und Kirchner mit der Bauleitung beauftragt."

Noch vor den Sommerferien soll die Baustraße endlich einer doppe

Die Anwohner machten regen Gebrauch von dem Angebot, ihre Wünsche zu erörtern. Zentrales Thema waren Verkehrssicherheit und Parkplätze. Die 250 Meter lange Straße ist als verkehrsberuhigter Bereich vorgesehen. Das heißt: "Spielstraße" mit vorgeschriebener Schrittgeschwindigkeit. Nach der Einfahrt von der Apelerner Straße soll zudem ein fahrbahnverengendes "Baumtor" bremsend wirken. Nach Meinung der Anlieger dringend nötig. Hier wurde zudem der Vorschlag laut, die Apelerner Straße ebenfalls zum verkehrsberuhigten Bereich zu erklären. Auf Widerstand stieß Lohaus mit den geplanten 16 Stellplätzen und sechs Pflanzbeeten, wechselseitig angeordnet. "Die Parkbucht vorm Spielplatz muss weg", sah SPD-Ratsfrau Christiane Kowalkowski die Sicherheit der Kinder gefährdet. Weil die Straße in der Kurve ohnehin schlecht einsehbar sei, verweigerten die Anlieger ebenso das von SPD-Ratsherrn Robin Heilmann vorgeschlagene Beet "als Pufferzone vor dem Spielplatz". Bei dieser Entscheidung blieb es, obwohl Döpke auf die Verdopplung der Fahrbahnbreite auf 8,5 Meter und 22 Meter im Wendehammer hinwies. Erst als dieser die Einigung als gescheitert erklären wollte, kam der rettende Vorschlag eines Anwohners für zwei Stellplätze auf der gegenüberliegenden Seite zwischen den Häusern 5 und 7. "Dann istes vor der Biegung schön eng und keiner rast", fasste Döpke zusammen, nachdem auch der Planer zugestimmt hatte. Baubeginn ist im Mai. Nach zehn Wochen Bauzeit solle die Straße noch vor den Sommerferien fertig werden, stellte Döpke in Aussicht. Für die Anwohner seien keine weiteren Kosten zu erwarten. Die Satzung zum Bebauungsplan "Apelerner Straße" wurde einstimmig beschlossen. Ebenso die Teilaufhebung des Bebauungsplans "Im Scheunenfelde", mit der die Nutzungsmöglichkeiten auf den Grundstücken erweitert werden sollen. Zur Anbindung des Logistikparks an die Bundesstraße berichtete Döpke, dass die geplante zweite Spur in Richtung Autobahn auf den Sperrflächen erfolgen kann. Eine Verlegung der Fußgängerquerung sei nicht nötig. Da es sich nicht um einen Hauptverkehrsweg handele, reiche die Schaltung einer Bedarfsampel. Zudem kündigte er eine Untersuchung der Probleme in der Gartenstraße an: "Dort geht das Licht öfter aus, weil die Schaltstelle überlastet ist." Ferner sind auf Anregung von Anwohnern Ortsbesichtigungen "Am Walde" und im "Vogelbrink" geplant.

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