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Gymnasiasten im Stress: Arbeit muss heute wiederholt werden

Panne bei Klausur: Lehrer gibt Schülern 40 Minuten zu wenig Zeit

Rinteln (wm). Eine Panne bei Klausurarbeiten unter Abiturbedingungen am Gymnasium Ernestinum zwingt heute Schüler aus sieben Lerngruppen, zur Wiederholung der Klausur anzutreten - für die Schüler, so war zu hören, ein ärgerlicher, weil vermeidbarer Stress. Betroffen sind davon 50 Schülerinnen und Schüler.

Ursache der Panne war eine fehlerhafte Auslegung der Zeitvorgabe für die Klausur, die unter Lehrern umgangssprachlich "vierstündige Klausur" genannt wird. Der Teufel steckt hier in der formalen Auslegung: Vier Stunden bedeuten nämlich nicht, wie ein Gymnasiallehrer irrtümlich angenommen hatte, vier mal 45 Minuten (was vier Unterrichtsstunden entsprechen würde), sondern "bis zur 4. Unterrichtsstunde". Für die betroffenen Schüler bedeutete das in der Praxis, sie hatten statt 220 Minuten nur 180 Minuten für die Ausarbeitung zur Verfügung, also 40 Minuten zu wenig. Geschrieben wurde die Klausur in zwei verschiedenen Klassenräumen in den Fächern Mathematik, Spanisch, Politik und Latein. Aufgefallen ist die Panne, als ein Lehrer bei seinem Kollegen nebenan vorbeischaute und auf der Tafel die fehlerhafte Zeitvorgabe entdeckte. Für das Kollegium das Problem: Jeder der betroffenen Schüler hätte die Bewertung seiner Arbeit vor dem Verwaltungsgericht mit Hinweis auf den formalen Fehler anfechten können - und das mit Erfolg. Deshalb, so war von Michael Pawel von der Schulleitung des Gymnasiums Ernestinum zu hören, habe es für die Schule eben nur eine Lösung gegeben: Die Schülerinnen und Schüler müssen die Klausur heute noch einmal schreiben.

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