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Weiter heftiger Streit um Kita-Neubau in Bakede / Müller nennt Kritik von Goeritz und Petermann „absurd“

Ortsrat wehrt sich gegen Vorwürfe aus Nettelrede

Bakede (mf). Mit Empörung hat der Ortsrat Bakede-Böbber-Egestorf auf Vorwürfe aus dem benachbarten Nettelrede reagiert. Die beim dortigen Neujahrsempfang geäußerte Kritik am Zustandekommen der Entscheidung für einen Kita-Neubau in Bakede entbehre jeder Grundlage, erwiderte gestern Vize-Ortsbürgermeister Hans Müller.


Wie berichtet, hatte Nettelredes Ratsvorsitzender Dr. Axel Goeritz (SPD) das Verhalten seines Bürgermeister- und Parteikollegen Rolf Wittich als „Aushöhlung der Demokratie“ bezeichnet. Diakon Bernd Petermann hatte in die selbe Kerbe gehauen und von einem „hemdsärmeligen“ Vorgehen gesprochen.

In Bakede will man das nicht auf sich sitzen lassen. Müller, der den erkrankten Wittich vertritt, verweist auf eine Reihe rechtmäßig zustande gekommener Beschlüsse der politischen Gremien. Am 22. November habe sich die SPD/FDP-Stadtratsfraktion mehrheitlich für einen Neubau der Kita Bakede entschieden. Im Dezember habe dann auch der Bildungsausschuss dies beschlossen und gleichzeitig den Eigenanteil der Stadt auf 281 000 Euro gedeckelt. Der Stadtrat sei dem schließlich mit großer Mehrheit gefolgt.

Müller: „Alle Entscheidungen haben gewählte Politiker sehr sorgfältig abgewogen und nach einem Willensbildungsprozess beschlossen. Unserem Ortsbürgermeister und dem gesamten Ortsrat eine Aushöhlung von Demokratie oder gar Hemdsärmligkeit vorzuwerfen, ist absurd.“ Dies zeige vielmehr, wie die Betroffenen selbst zu demokratisch getroffenen Entscheidungen stünden.

Besonders verwundert seien er und seine Ortsratskollegen über die Aussagen von Diakon Petermann, so Müller. Ihm sei nicht bekannt, dass dieser sich je vor Ort mit der Bakeder Kita-Problematik vertraut gemacht oder gar eine Infoveranstaltung besucht habe.

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