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Ortsrat Beber-Rohrsen bemängelt Haushaltsentwurf

BEBER/ROHRSEN. Es war die erste Arbeitssitzung des Ortsrates in Beber-Rohrsen – und trotzdem musste Elke Osterkamp noch ein neues Ortsrats-Mitglied verpflichten. „Ich gelobe es“, musste Peggy Zawilla am Montagabend schwören, nachdem sie die erste Sitzung aus beruflichen Gründen zur Hälfte verpasst hatte.

Ortsbürgermeisterin Elke Osterkamp (links) besiegelt per Handschlag die Verpflichtung von Peggy Zawilla als Ortsrats-Mitglied. Foto: Dittrich
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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

Damit stieg der Ortsrat am Montagabend direkt in die politische Arbeit ein – und stellte das Thema Straßensanierung und -erhaltung wieder ganz oben auf den Plan. Vor allem für die Landwirte der beiden Orte gibt es derzeit ein akutes Problem: Seit Oktober ist eine kleine Brücke über den Dorfbach für Fahrzeuge über zwei Tonnen gesperrt. Traktoren, Zugmaschinen und anderere landwirtschaftliche Fahrzeuge können die marode Gewölbebrücke nicht passieren. Der Umweg führt durch Rohrsen, durch enge Straßen, die vor allem mit längeren Fahrzeugen schwer zu befahren sind (wir berichteten).

Passiert ist in den Wintermonaten bisher nichts – auch, weil die Stadt noch damit beschäftigt ist, die Kosten abzuschätzen und um Fördermittel zu werben. Ortsratsmitglied Karsten Homeier sprang den Landwirten bei: „Das geht so gar nicht.“ Die Umleitung, die derzeit über die Straße „Hinterm Dorfe“ führt, „ist keinem Landwirt zuzumuten“. Ohnehin sei die Straße schon „am Ende“, der zusätzliche Verkehr würde die Straße noch zusätzlich belasten. Er verlangte auf der Sitzung konkrete Termine, wann es mit der Sanierung der kleinen Brücke vorangeht.

Es war dann auch genau diese Brücke, die den Ortsrats-Mitgliedern weiter sauer aufstieß, als es um den Haushaltsentwurf der Stadt geht: Die marode Brücke ist für dieses Jahr nicht im Sanierungsplan vorgesehen. „Wenn wir wollen, dass da was passiert, müssen wir jetzt Rabatz machen“, warb Barbara Otte-Kinast darum, dem Entwurf nicht zuzustimmen. Sie warb darum einen Antrag für den Stadtrat auf den Weg zu bringen, damit sich das politische Gremium mit den Forderungen aus der Ortschaft befassen muss. „Sonst passiert da nichts.“

An anderer Stelle bot Homeier nun der Stadt seine Hilfe an: Er will den geschotterten Weg vor der Kindertagesstätte in Beber neu befestigen – wenn die Stadt das Mineraliengemisch dafür zur Verfügung stellt. Nach seiner Aussage wird der Weg täglich von den Eltern genutzt, um ihre Kinder bei der Kita abzusetzen. Inzwischen sei der Weg deswegen ausgefahren. „Wir würden auch in Eigenleistung wieder neu befestigen“, versicherte Homeier.

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