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Frank Suchland gefällt mit Goosen-Lesung

"Onkel Hannos" schlimmster Patzer

Bückeburg (tla). Wer ist eigentlich dieser Onkel Hanno, der es tatsächlich schaffte mit seiner Bohrmaschine sogar den Strom in der gesamten Nachbarschaft lahmzulegen - und das ausgerechtet, während das Finale der Fußballweltmeisterschaft 1954 im Radio lief? Aufklärung dazu gab es jetzt in der Hofbuchhandlung Frommhold. Frank Suchland las dort Anekdoten aus demLeben des urkomischen Typen aus dem Ruhrgebiet vor.

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Mit den witzigen Geschichtenüber Onkel Hanno von Frank Goosen begeisterte der 46-Jährige das Publikum schnell. Die Lacher waren klar auf seiner Seite. Durch seine ausführliche Erzählweise und eine exakte Betonung konnten die Zuhörer ohne Probleme mit den Romanfiguren leiden, sie gut verstehen oder über sie schmunzeln. Somit trug der Künstler die Dramatik, die sich beim Endspiel 1954 bei Onkel Hannos Familie abspielte, so spannend und mitreißend vor - vergleichbar mit den Kommentaren eines Fußballreporters. Suchland hatte natürlich noch ganz andere Texte oder Gedichte auf Lager. Themen waren Silvester, Neujahr oder Lustiges aus der Tierwelt. Auch Lyrik aus dem Umland las der Komponist, Autor und Rezitator aus Meinsen vor. Somit hat der Ortsname Loccum nach einem Gedicht von Heinrich von Gyldenfeldt etwas mit einem Wurm auf einer Weiche zu tun. Weitere kurze Stücke und Wortspiele von verschiedenen Autoren, die Suchland sehr prägnant erzählte, handelten von einer sicheren Rente in Verbindung mit einem Rentier und einer Ente oder von einer Kugel Zitroneneis und einer Liebeserklärung an den Schlosspark. Zum Ende der Veranstaltung regte Suchland die Zuhörer mit einer besinnlichen Weihnachtsgeschichte zum Nachdenken an. "Ich lese sehr gerne vor einem kleineren Publikum vor. Das Vortragen macht dann viel Freude", berichtete der 46-Jährige.

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