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Abteilungsleiter des MTV Obernkirchen in Bayreuth in der Kategorie "Soziales Gewissen" ausgezeichnet

Olaf Quest Deutschlands "Trainer des Jahres"

Judo (peb). Die Judoka des MTV Obernkirchen werden jetzt von Deutschlands "Trainer des Jahres" betreut. Der Trainer und Abteilungsleiter der MTV-Judoka, Olaf Quest, wurde im Rahmen der deutschen Einzelmeisterschaften in Bayreuth von Peter Frese, dem Präsidenten des Deutschen Judo Bundes, mit diesem Titel ausgezeichnet.

Die Preisträger 2008: Frank Wieneke (v.l.), Olaf Schmidt und Ola

Frank Wieneke als Vorbild Olaf Quest begann 1984, beeinflusst durch den Olympiasieg von Frank Wieneke, beim VfL Bückeburg mit dem Judosport. Bereits 1988 wurde Quest Abteilungsleiter in Bückeburg und übernahm auch große Teile des Vereinstrainings. Zwölf Jahre leitete er die Geschicke der Bückeburger Judoka, bis er sich im Jahr 2000, bedingt durch einen Wohnsitzwechsel von "seinen" Cheruskern verabschiedete. Im Jahr 2006 übernahm er die neu gegründete Judoabteilung des MTV Obernkirchen. Olaf Quest besitzt seit 1992 den schwarzen Gürtel im Judo und hat mittlerweile den 3. Dan-Grad erreicht. 1997 erwarb er an der Trainerakademie des Deutschen Sportbundes in Köln die Judolehrerlizenz. Im Jahr 2007 gewann er für sein sportliches Engagement den Bürgerpreis des Landkreises Schaumburg. Olaf Quest erhielt die Auszeichnung als Deutschlands Trainer des Jahres für seine Projekte, die über das Vereinstraining hinaus wirken. An erster Stelle wurde hier die Zusammenarbeit mit dem Jugendhof Hirschkuppe in Steinbergen genannt. Quest bietet in dieser heilpädagogisch orientierten Jugendhilfeeinrichtung bereits seit einigen Jahren eine Judogruppe an, die mit großem Erfolg arbeitet, und die sich zum Ziel gesetzt hat, den Kindern und Jugendlichen die Werte des Judosports zu vermitteln, und für die Teilnehmer durch die Beschäftigung mit dem Sport eine neue Perspektive im Leben zu schaffen. Des Weiteren sollen die Jugendlichen in das normale Vereinsleben des MTV Obernkirchen integriert werden. Das Ziel ist hier, dass sich die Kinder auch nach ihrer Zeit in der Jugendhilfe weiter mit dem Sport beschäftigen und sich an ihren Heimatorten in Judovereinen anmelden, anstatt in ihre alten, negative Umfelder zurückzukehren. Im Laufe der letzten Jahre konntenüber 40 verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche bei Olaf Quest mindestens den weiß-gelben Gürtel erreichen und einige waren auch im Bereich des Wettkampfsportes sehr erfolgreich und spielen, wie Daniel Matthé und Melissa Valentin, bereits auf der niedersächsischen Wettkampfebene eine Rolle. Mit Frank Gerber wird 2009 der erste Judoka des "Jugendhofs Hirschkuppe" in der Bezirksoberliga der Männer mitkämpfen. Außerdem wurden auch die weiteren Aktivitäten des Auetaler Judolehrers berücksichtigt. So leitet Quest seit Beginn des neuen Schuljahres eine Judogruppe im Rahmen der Ganztagsbetreuung in der Grundschule Obernkirchen und bringt den Jüngsten den Judosport näher. Besonderer Moment im Leben Der Titel "Trainer des Jahres" wird vom Deutschen Judo Bund in drei Kategorien vergeben. Im Bereich der Nachwuchsförderung wurde Olaf Schmidt aus Leipzig, der auch als Honorarbundestrainer tätig ist, für seine Erfolge geehrt. Die Auszeichnung im Bereich Leistungssport ging an Bundestrainer Frank Wieneke, der seine Laufbahn mit dem Olympiasieg von Ole Bischof in Peking krönte, und im Rahmen der Deutschen Meisterschaft verabschiedet wurde. Dass Olaf Quest in Bayreuth gemeinsam mit Frank Wieneke geehrt wurde, dessen Olympiasieg ihn vor 24 Jahren selbst zum Judosport brachte, bezeichnete Quest als besonderen Moment seines Lebens.

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