weather-image
17°
Milow überzeugt als toller Musiker und charmanter Plauderer

Ohrwurmtaugliche Popsongs verzaubern 3000 Fans in der AWD-Hall

„Come on, make some noise“, für den nächsten Song könnt ihr alles benutzen, was ihr bei euch habt“, ruft Milow in die Menge, die auf seine Aufforderung sofort Taten folgen lässt. Die AWD-Hall versinkt im Lichtermeer, als der gebürtige Belgier seinen bis dato erfolgreichsten Hit anstimmt.

270_008_4923265_milow.jpg

„Aayooh I’m tired of using technology, why don’t you sit down on top of me – Aayooh I’m tired of using technology, I need you right in front of me“ – die Coverversion seiner Kollegen Timberlake, 50 Cent und Timbaland wird lange ausgereizt, mutiert auch in der AWD-Hall zu einem Stück Monumental-Pop.

Doch den 30-Jährigen nur auf diesen Song zu reduzieren, wäre nicht ganz richtig, denn was sonst noch so auf der Setlist von Jonathan Vandenbroeck, so heißt Milow mit bürgerlichem Namen, stand, waren mit wenigen Ausnahmen alles Eigenkompositionen.

Dass man mit Marlon Roudette einen hochkarätigen „special guest“ für die Milow-Tour verpflichten konnte, kann man ohne Zweifel als Glücksgriff bezeichnen. Mit seinem Song „New Age“ landete der Brite einen weltweiten Nummer-1-Hit – zudem war der Chartbreaker Titelsong des deutschen Kinofilms „What A Man“ von Matthias Schweighöfer.

270_008_4923263_eyecatcher_milow.jpg

Mit dem Opener „The Kingdom“ greift Milow aktuelle politische Problematiken seines Heimatlandes auf, präsentiert sich aber im weiteren Verlauf seiner Show als charmante Labertasche, die auf weitere politische Botschaften verzichtet.

Zwischen den Stücken plaudert er aus seinem Leben, erzählt, wie er versuchte, Lady Gaga bei gemeinsamen TV-Auftritten zu treffen, aber immer wieder an deren Bodyguards scheiterte. Er erzählt von einem langen Weg, den er zurücklegen musste, um letztendlich an diesem Abend vor 3000 Menschen spielen zu können.

Milows Songs klingen melodisch, oft romantisch, sind zum Mitsingen geeignet – eine Rezeptur, die insbesondere bei den weiblichen Fans gut ankommt. Zusammen mit seiner Background-Sängerin performt Milow „Out Of My Hands“ – eine Folk-Ballade, die er bereits zusammen mit Marit Larsen aufgenommen hat. „Never Gonna Stop“ wird fast zum Alleingang seiner Duett-Partnerin, die bei diesem Stück auf den Boxen steht und das Publikum zum Mitklatschen auffordert.

Es herrscht eine fast andächtige Stille, als Milow, nur mit einer Akustik-Gitarre bewaffnet, die Songs „Born In The Eighties“ und „I Ain’t Scared“ anstimmt. Wenig später huldigt er seinem Idol Bruce Springsteen mit „No Surrender“, bevor es mit „You Don’t Know“ und „You And Me“ auf die Zielgerade geht.

Milow – auf Tuchfühlung mit 3000

begeisterten Fans.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare