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Nach vielen Jahren in Exten: Imke Herrmann Edling wird Rektorin in Sachsenhagen

"Ohne Zuneigung, Wertschätzung und Vertrauen geht in der Schule nichts"

Exten/Sachsenhagen (ur). Nachdem die langjährige Lehrerin an der Grundschule Exten, Imke Herrmann Edling, zunächst kommissarisch das Amt der Rektorin an der Gerda-Philippsohn-Schule in Sachsenhagen übernommen hatte, wurde sie jetzt auch offiziell in ihrer neuen Aufgabe bestätigt und mit einem kleinen Festakt in diesen erweiterten Verantwortungsbereich eingeführt.

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Dazu gab ihr Regierungsschuldirektor Jürgen Landfester mit auf den Weg: "Sie müssen den Blick aus Lehrersicht aufgeben und die Brille der Führungsperson aufsetzen." Eine Lehrerin erlebe mit derÜbernahme der Schulleitung gewissermaßen einen Berufswechsel und müsse Aufgaben bewältigen, die mit dem bisher ausgeübten Beruf nichts oder nur wenig zu tun hätten. Dies bedeute keineswegs, dass sie nur administrative Aufgaben zu bewältigen habe: "Die Schulleitung muss auch an der Ausarbeitung und Weiterführung eines inhaltlichen Leitbilds arbeiten." Gerade die Namensgebung der Sachsenhäger Grundschule nach einer dort geborenen Jüdin, die später deportiert wurde, verpflichte dazu, die Erziehung zu Toleranz und Selbstständigkeit in den Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit zu stellen. "Friedliches und fröhliches, gemeinsames Lernen ist das Ziel, das hier erreicht werden soll." Für das bestehende Kollegium bezeichnete Personalrätin Kristina Macion die neue Leiterin als "Glücksfall für unsere Schule". Bereits in den ersten Wochen nach ihrem Amtseintritt habe sich einiges zum Vorteil verändert - "innerlich wie äußerlich". Die neue Rektorin setze auf demokratische Prozesse in der Willensbildung statt auf starre Hierarchien und das komme der Atmosphäre für Lernende und Lehrende gleichermaßen zugute. In die guten Wünsche mischte sich auch der Schulchor ein, mit einem Liedvortrag, in dem Geduld und Stehvermögen ja sogar Frechheit und Mut für ihre Arbeit herbeigewünscht wurden. Herrmann-Edling bedankte sich für die positive Aufnahme und betonte, dass sie jedes Kind nach seiner Individualität annehmen und fördern wolle: "Vertrauen, Zuneigung und Wertschätzung zwischen Schülern und Lehrerin sind dabei unerlässlich", zog sie das Resümee aus ihrer bisherigen Arbeit als Lehrerin in Exten.

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