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Wettbewerb der Grundschule Im Petzer Feld / Jungs ohne Chance

Nur ein Junge steht im Finale: Vorlesen ist Mädchen-Domäne

Bückeburg (ly). Viele Jungen haben's nicht so mit dem Lesen, der jüngste Vorlesewettbewerb der Grundschule Im Petzer Feld hat das wieder einmal gezeigt. Von 86 Dritt- und Viertklässlern waren sieben Mädchen in die Finalrunde der besten acht vorgedrungen - aber nur ein Junge. "Mädchen interessieren sich einfach mehr für Literatur und Poesie", erklärt Lehrer Frank Suchland, der zugleich Buchautor und Rezitator ist. Auch in Buchhandlungen, so Suchland, seien mehr Frauen anzutreffen.

Gewonnen hat den Vorlesewettbewerb Pia aus der Klasse 4a mit 551 von 600 möglichen Punkten, einem herausragenden Ergebnis. Auf Rang 2 landete nach dem Willen einer siebenköpfigen Jury Nina (4b/499 Punkte), Dritte wurde Karina (4a/497). Danach folgten Melina (3a/496), Fiona (4b/470), Celine (3b/462) und Nele (3b/458). Arne (3a) rettete als Achter mit 439 Punkten die Ehre der Jungs. Von Frank Suchland erhielten die drei Erstplatzierten Gutscheineüber 30, 25 und 20 Euro. Die übrigen Finalisten bekamen Buchpreise, zur Verfügung gestellt vom Förderverein. Einen Lesewettbewerb der Grundschulen auf Stadtebene gibt es übrigens nicht. Vorgelesen wurde zunächst aus Büchern eigener Wahl. Siegerin Pia hatte sich zum Beispiel für "Die Schreckschraubentante" von Thomas Brezina entschieden. Danach mussten die jungen Vorleser einen schwierigen Text aus Beatrix Schnippenkoetters "Ich wäre gern ein Huhn" bewältigen, den sie vorher nicht kannten. DiesesWerk handelt davon, was Kinder aus aller Welt erleben und sich erträumen. "Wir wollen Freude am Lesen erwecken", so Schulleiterin Dagmar Kostka zum Sinn des Wettbewerbs. Bei den Mädchen ist das definitiv gelungen. Und die Jungs hat jetzt der Ehrgeiz gepackt. Garantiert.

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