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Alle anderen Ratsgruppen gegen Teilöffnung der Fußgängerzone / Auch Bürgermeister "skeptisch"

Niedernstraße: CDU stößt auf breite Ablehnung

Stadthagen (ssr). Auf einhellige Ablehnung bei allen anderen Ratsgruppen ist der Vorschlag der CDU-Ratsfraktion für eine Teilöffnung der Fußgängerzone in der Niedern- straße gestoßen. Auch Bürgermeister Bernd Hellmann zeigte sich "skeptisch".

Aus Sicht des SPD-Fraktionsvorsitzenden Karsten Becker wäre die Teilöffnung "die Umwandlung der Fußgängerzone in einen Park- platz". Es bestehe in der nördlichen Altstadt aber gar kein Mangel an Parkraum. Die Stärke der Altstadt liege - gerade auch mit Blick auf den Einzelhandel - in ihrer attraktiven Aufenthaltsqualität, "und die Teilöffnung erbrächte das genaue Gegenteil da- von", argumentierte Becker. Durch den enormen Park-Suchverkehr vor und in dem vorgeschlagenen Wendehammer "würde sich das Gefahrenpozential speziell für Kinder und ältere Menschen dort sehr erhöhen", so Becker weiter. "Kurzum: Autos passen in diesem Abschnitt einfach nicht ins Bild". Als "überhaupt nicht diskutabel" kritisierte Richard Wilmers namens der Gruppe Grüne/WIR eine Teilöffnung. Alle Vorteile einer Fußgängerzone würden dann abgeschafft. Auf dem Markt vor "Tietz" einen Kreisel einzurichten, sei "äußerst schwer vorstellbar". Um den Verkehr an der Martinikirche vorbeiin die Schulstraße zulenken, sei die Passage viel zu eng. Für FDP-Fraktionschef Lothar Biege kommt der Vorstoß "überstürzt", im verkehrstechnischen Detail sei er als "abenteuerlich" abzulehnen. Das Problem des Leerstandes gebe es nicht in der Fußgängerzone, sondern im unteren Teil der Niedernstraße, also da, wo der Verkehr fließe, argumentierte Biege. Daher sei der CDU-Vorschlag widersinnig. "Skeptisch" beurteilte Stadthagens Bürgermeister Bernd Hellmann, "ob in Richtung dieses Vorschlages etwas möglich ist". Er fügte weiter hinzu: "Wir könnten das Feinkosthaus Tietz ja mal fragen, was es davon hält, wenn direkt vor seiner Ausstellungsfläche ein Wendekreisel entstehen würde." Beim Thema Nördliche Altstadt stehe die Verkehrsführung laut Hellmann "zunächst nicht auf der Tagesordnung".

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