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Mündersche Verwaltungschefin will für Bürgermeisteramt in Stade kandidieren

Nieber zieht es in den Norden

Bad Münder. Bürgermeisterin Silvia Nieber plant einen beruflichen Wechsel nach Stade. Auf Anfrage bestätigte die SPD-Politikerin gestern Informationen der Neuen Deister-Zeitung, wonach sie sich bei der Kommunalwahl am 11. September um den Chefsessel im Rathaus der Hansestadt bewerben will.

Silvia Nieber

Autor:

Marc Fügmann

Bereits am kommenden Dienstag wird die dortige SPD sie offiziell als Kandidatin vorstellen, wie Ortsvereinsvorsitzender Rolf Bredendieck mitteilte. Die Stader Genossen hatten Kontakt zu Nieber aufgenommen, nachdem feststand, dass der bisherige Verwaltungschef Andreas Rieckhof als Staatsrat in die neue Hamburger Senatsregierung wechseln würde.

Nieber begründet ihre Entscheidung mit der „großen Herausforderung“, die das Amt dort mit sich bringe. Stade sei immerhin zweieinhalbmal so groß wie Bad Münder.

Ihren Posten in der Kurstadt, den die 50-Jährige seit zehn Jahren innehat, will sie aber erst aufgeben, wenn sie den Wahlsieg sicher in der Tasche hat. Im Falle einer Niederlage werde sie ihre Arbeit in Bad Münder fortsetzen, kündigte Nieber an, und zwar bis zum regulären Ablauf ihrer zweiten Amtszeit am 31. Oktober 2014. Eine erneute Kandidatur in Bad Münder komme dann für sie nicht mehr in Frage.

Vor der Wahl selbst muss Nieber in Stade noch zwei Hürden nehmen: Am Dienstag müssen Fraktion und Ortsvereinsvorstand ihre Zustimmung geben, Ende April die Parteibasis auf einer Delegiertenversammlung.

Sollte Nieber am 11. September zur Stader Bürgermeisterin gewählt werden, müsste binnen eines halben Jahres auch die Stelle in Bad Münder neu besetzt werden. Ein möglicher Wahltermin wäre Ende Februar oder Anfang März 2012.

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